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Klimaexkursion durch den Ortskern

Viele kleine Maßnahmen möglich

Havixbeck

Wie kann die Gemeinde dem Klimawandel begegnen? Wie können es die Bürgerinnen und Bürger auch ganz persönlich tun? Um diese Fragen ging es nun bei einer Klimaexkursion durch den Ortskern.

-til-

Christine Heybl, Koordinatorin des Projekts „Evolving Regions“ beim Kreis, Klimaschutzmanager Rense Jongsma und Rieke Orel, Freie Mitarbeiterin der Verwaltung, (v.l.) führten die Klimaexkursion durch den Ortskern an. Die stieß auf überraschend großes Interesse. Foto: Henning Tillmann

Den kleinen Scherz konnte sich Rense Jongsma nicht verkneifen. „Es wäre gut gewesen, wenn das ganze Rathaus aus Baumberger Sandstein gebaut worden wäre“, sagte der neue Klimaschutzmanager der Verwaltung und schaute mit einem verschmitzten Lächeln in die Runde. Denn das war natürlich nicht als architektonische Stilkritik gemeint. Vielmehr hatte der Satz tatsächlich mit dem Thema des Abends zu tun, für das rund 30 Personen am Mittwoch durch die Gemeinde streiften: dem sich verändernden Klima und möglichen Anpassungen darauf.

Jongsma, der zusammen mit Rieke Orel, Freie Mitarbeiterin der Gemeinde, und Christine Heybl, Koordinatorin des Klimafolgenanpassungsprojekts „Evolving Regions“ beim Kreis Coesfeld, die Exkursionsgruppe anführte, hatte im Vorfeld an mehreren Punkten die Oberflächentemperaturen gemessen. So auch am Rathaus. Und wenig überraschend heizte sich die helle Stele am Eingang deutlich weniger stark auf als die rote Fassade oder die dunkel eingefassten Fensterrahmen.

Dach- und Bodenbegrünung sowie Retentionsflächen werden wichtiger

Deswegen wird nun natürlich niemand einen Umbau vornehmen. Aber bei allen öffentlichen und privaten Bauvorhaben sollten künftig höhere Temperaturen, lange Dürrephasen und vermehrte Starkregenereignisse mitgedacht werden. Das war die Quintessenz der Exkursion, die auf ein durchaus überraschend großes Interesse gestoßen war. Offenbar machen sich auch die Havixbeckerinnen und Havixbecker vermehrt Gedanken darum, wie sie mit dem Klimawandel umgehen können.

Bei den angesteuerten Punkten wie dem Schulhof der AFG, der grünen Freifläche zwischen weiterführender und Grundschule, dem Bürgerpark und schließlich einem Wohngebiet ging es dann auch immer wieder darum, kleine Dinge aufzuzeigen, die verändert werden können. Eine Dachbegrünung beispielsweise als kühlendes Element, Wasserspeicher, Lebensraum für Kleintiere und als Lärmschutz. Oder das Auffangen von Regenwasser in Zisternen, statt den Garten mit Trinkwasser zu gießen. Oder auch: die Zweitfunktion als Retentionsfläche bei Projekten wie einem Sportplatz künftig besonders in den Blick zu nehmen.

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