Großübung auf Burg Hülshoff

„Vollbrand“ der Scheune rasch unter Kontrolle

Havixbeck

Für den Erstfall trainierten Feuerwehren und Malteser Hilfsdienst bei einer Großübung auf der Burg Hülshoff. Angenommen wurde, dass bei Umbauarbeiten ein Feuer ausgebrochen ist und zwei Personen vermisst wurden.

wn

Zur Brandbekämpfung wurde bei der Übung auch eine Drehleiter auf der Vorburg der Burg Hülshoff in Stellung gebracht. Foto: Feuerwehr

Die Freiwillige Feuerwehr Havixbeck führte mit ihren Löscheinheiten Havixbeck und Hohenholte sowie der Feuerwehr Roxel, der Drehleiter der Feuerwehr aus Appelhülsen und dem Malteser Hilfsdienst eine Großübung auf dem Gelände der Burg Hülshoff durch. „Angenommen wurde, dass bei Umbauarbeiten ein Feuer ausgebrochen war. Zwei Arbeiter konnten sich nicht mehr in Sicherheit bringen und galten als vermisst“, erläutert der Pressesprecher der Feuerwehr Havixbeck, Oberbrandmeister Ingo Spindelndreier, das Übungsszenario.

Die Kameraden aus Roxel trafen als Erste auf Hülshoff ein und nahmen die Menschenrettung unter Atemschutz vor. Gleichzeitig wurde durch die Feuerwehr Havixbeck die Wasserversorgung aus der Gräfte mittels Pumpen aufgebaut.

Nachdem beide Personen erfolgreich gerettet worden waren, zündete der Brand durch. Das Dach des Scheunenkomplexes stand im Vollbrand, schildert die Feuerwehr die weitere für diese Übung angenommene Lage. Besondere feuerwehrtaktische Beachtung fand ein 18 000 Liter fassender Heizöltank in der Nähe der „Flammen“. Durch Kühlen konnte dieser gesichert werden.

Eine sogenannte Riegelstellung verhinderte die weitere Ausbreitung des Bandes. „Aus zahlreichen C-und B-Rohren wurde das Feuer von allen Seiten bekämpft. Auch das Wenderohr der Drehleiter sorgte für raschen Erfolg“, so Ingo Spindeldreier. „Die Verletzten wurden vom Malteser Hilfsdienst professionell versorgt und zum Transport in die Krankenhäuser vorbereitet.“

Gemeindebrandinspektor Christian Menke zog ein positives Resümee aus der Übung. Abgesehen von Kleinigkeiten im Einsatzablauf habe alles gut funktioniert. „Diese kleineren Kritikpunkte müssen intern zum Thema gemacht werden. Da werden wir drüber beraten,“ so der Leiter der Feuerwehr.

Insgesamt waren am Montagabend rund 80 Einsatzkräfte an der Übung, die von 19.40 Uhr bis in die Dunkelheit hinein andauerte, beteiligt. Ausgearbeitet hatten die Großübung im Vorfeld die Gemeindebrandinspektoren und Leiter der Feuerwehr Havixbeck, Christian Menke und Lars Martin, sowie der Löschzugführer der Feuerwehr Roxel, Brandinspektor Christian Kortmann.

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