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Seniorenbeirat plant Infoabend zu Vorsorgevollmachten

Vorbereitet für den Notfall

Havixbeck

Ein Unfall oder eine schwere Krankheit – eine Notsituation kann schnell auftreten. In so einem Fall ist es wichtig, vorbereitet zu sein. Der Seniorenbeirat der Gemeinde hat sich dieses Themas jetzt angenommen und will Menschen dabei unterstützen, eine rechtsgültige Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung zu erstellen.

Von Marion Fenner

Friedhelm Schüssler (l.) und Christian Becker, beide stellvertretende Vorsitzende des Seniorenbeirats, wollen Bürger jeden Alters über die Themen Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen gemeinsam mit Experten informieren. Foto: Marion Fenner

Christian Becker und Friedhelm Schüssler, beide stellvertretende Vorsitzende des Seniorenbeirats, haben sich – auch aufgrund eigener Erfahrungen im Familien- und Bekanntenkreis – intensiv mit dem Thema beschäftigt. „Es gibt viele Tücken bei diesen Vollmachten“, weiß Becker. Einfach ein Formular aus dem Internet herunterzuladen, reiche dabei nicht. „Wenn das nicht juristisch einwandfrei formuliert wird, kann die Vollmacht ungültig sein“, betont Becker.

Christian Becker

Diese Vollmachten empfehlen Becker und Schüssler für alle Generationen, nicht nur für Senioren. Wer selbst regele, was in einem Notfall gemacht oder auch nicht gemacht werden soll, könne sicher sein, dass dann in seinem Sinne entschieden werde, sagt Becker. Diese Regelungen seien immer auch eine Entlastung für Angehörige oder andere Bevollmächtigte, die dann nicht spekulieren müssten, was der oder die Betroffene wirklich will. Auch für Krankenhausaufenthalte könne alles Erforderliche im Vorfeld geregelt werden.

„Es gibt jedoch viele Tücken, die beachtet werden müssen“, sagt Becker. So sei wichtig, dass alle erforderlichen Dokumente in einer Vorsorgemappe im Original enthalten seien. Auch müsse die Unterschrift unter den Vollmachten alle drei Jahre erneuert werden.

Nachfrage ist in Coronazeiten gestiegen

Die Nachfrage nach diesen Vollmachten seien gerade während der Corona-Pandemie gestiegen, weiß Schüssler. Es gebe viele Möglichkeiten für eine bestmögliche Vorsorge. Das Thema sei aber sehr komplex. Es gehe dabei um Fragen, ob automatisch der Ehepartner zuständig sei, um die Unterschiede zwischen Vorsorgevollmacht, Betreuungs- oder Patientenverfügung.

Informationsabend am 4. April im AFG-Forum

Der Seniorenbeirat lädt deshalb am Montag (4. April) Interessierte und natürlich auch Menschen, die bisher noch gar nicht an eine entsprechende Vorsorge gedacht haben, um 18 Uhr in das Forum der Anne-Frank-Gesamtschule ein. Dort wird eine Juristin zunächst einen Einführungsvortrag zum Thema „Vorsorge für den Ernstfall“ halten, der den Teilnehmern einen Überblick über das Thema geben soll. Insbesondere gehe es dabei um rechtliche und praktische Aspekte, betonen die Vertreter des Seniorenbeirats. Es gebe zudem die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Eine vorherige Anmeldung per E-Mail unter becker-havixbeck@mailbox.org oder telefonisch unter

 0 25 07/57 28 96 ist unbedingt erforderlich.

Der Seniorenbeirat plant die Zusammenstellung einer Mappe und wird auch nach der Veranstaltung bezüglich Vollmachten und weiteren Hilfsangeboten beratend zur Seite stehen.

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