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Malteser Havixbeck im Hochwassereinsatz

„Wir sind stolz auf unsere Truppe“

Havixbeck

Das, was die Einsatzkräfte des Malteser Hilfsdienstes in Eschweiler erlebten, war – trotz aller Aus- und Fortbildung – für sie erschütternd. Die Schäden waren verheerend.

Eingesetzt wurden die Havixbecker Malteser in Eschweiler. Hier der Konvoi aus dem Kreis Coesfeld. Foto: Malteser Hilfsdienst

Das Hochwasser in Deutschland hat auch die Havixbecker Malteser gefordert. Am Donnerstag um 4.50 Uhr wurde die Gruppe des Rettungsdienstes alarmiert. Es musste ein Krankentransportwagen des Katastrophenschutzes besetzt werden, um den Patiententransportzug des Kreises Coesfeld marschbereit zu machen. Dieser Zug war durch die Bezirksregierung Münster angefordert worden, um ins Hochwassergebiet zu fahren und dort Krankenhäuser zu evakuieren. Schnell meldeten sich zahlreiche Einsatzkräfte, und die Malteser konnten das Fahrzeug mit einem Rettungsassistenten und einem Rettungshelfer besetzen.

Eingesetzt wurden die Havixbecker – wie die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr (wir berichteten) – in Eschweiler. Dort wurde ein Krankenhaus evakuiert, Patienten wurden auf umliegende Krankenhäuser verteilt. „Insgesamt haben wir drei Patienten verlegt“, berichten die Malteser. Um 3 Uhr nachts konnte der Krankentransportwagen wieder einrücken.

Insgesamt drei Patienten verlegt

Für die Einsatzkräfte aus Havixbeck eine besondere Situation. Der Leiter Notfallvorsorge, Markus Möhlenbrock, stand ständig in Verbindung mit den Helfern vor Ort. Die erlebten verstörende Bilder im Schadensgebiet: komplett zerstörte Straßen, Häuser und Infrastrukturen. „Auf solche Situationen werden wir zwar in Aus- und Fortbildung vorbereitet, aber so etwas wirklich vor Ort mitzuerleben, ist schon was anderes“, berichten die Havixbecker.

Die restlichen Einsatzkräfte haben Vorbereitungen getroffen, um bei möglichen weiteren Einsätzen sofort starten zu können. Betreuungseinheit, Technikeinheit, Sanitätseinheit und Führungseinheit sind in Alarmbereitschaft.

„Wir sind stolz auf unsere Truppe und erfreut über so viel ehrenamtliches Engagement in diesem doch schwierigen Ehrenamt“, betonen die Ortsbeauftragte Sandra Heimel und Geschäftsführer Lukas Szymanski. „Wir sind froh, dass alle unversehrt zurückgekommen sind. Ein großer Dank an die Truppe.“

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