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Kreisverkehr Altenberger Straße

Wo 1000 bunte Blumen blühen

Havixbeck

Kaum ist die Natur aus dem Winterschlaf erwacht, schmücken die ersten Krokusse die Gärten. In Havixbeck jedoch nicht nur diese. Dank des Engagements von Ingo Gibmeier ist jetzt auch der Kreisverkehr an der Altenberger Straße ein Blütenmeer.

-til-

Ingo Gibmeier (links) hat Ende des vergangenen Jahres auf eigene Rechnung 3000 Krokus-Zwiebeln gekauft. In Absprache mit der Gemeinde hat er allein 1000 davon am Kreisverkehr „Altenberger Straße – Am Habichtsbach“ gesetzt. Über das farbenprächtige Ergebnis – nun, da die Krokusse erblühen – freute er sich gestern zusammen mit Bürgermeister Jörn Möltgen. Foto: Henning Tillmann

An die Wochenenden im Oktober und November kann sich Ingo Gibmeier offenbar noch ganz gut erinnern. Denn als er damals auf der grünen Insel am Kreisverkehr an der „Altenberger Straße – Am Habichtsbach“ vor sich hin arbeitete, hätten gleich mehrere Autofahrer angehalten und ihn gefragt, ob er denn von der Gemeinde sei und was er da überhaupt mache. Antwort eins: Nein, ist er nicht. Antwort zwei: Krokusse setzen.

Das farbenprächtige Ergebnis bewunderte der Havixbecker gestern zusammen mit Bürgermeister Jörn Möltgen an Ort und Stelle. Denn seit ein paar Tagen haben die Pflanzen angefangen zu blühen und den Kreisverkehr in ein wahres Blumenmeer verwandelt.

3000 Krokus-Zwiebeln privat gekauft

„Ich finde einfach den Frühling sehr schön und habe schon in meiner Jugend im Skiurlaub einmal erlebt, wie toll so eine Wiese aussehen kann“, berichtet Gibmeier, wie er auf die Idee kam. Zuerst habe er den Bürgerpark für seine Aktion vorgesehen. Aber der solle ein Bolzplatz bleiben, sagte man ihm in der Gemeindeverwaltung. Die hatte Gibmeier natürlich zuvor gefragt, und deshalb war auch schnell gemeinsam eine Ausweichmöglichkeit gefunden. Gibmeier kaufte insgesamt 3000 Zwiebeln und setzte an zwei Wochenenden allein 1000 am Kreisverkehr an der Altenberger Straße.

An der Bruder-Klaus-Kapelle blüht es demnächst auch

„Das ist echtes bürgerschaftliches Engagement und darf gerne beispielhaft werden“, lobte Bürgermeister Jörn Möltgen gestern beim Anblick der bunten Pracht. Augenzwinkernd regte er an: „Vielleicht findet sich ja noch jemand, der hier Tulpen und Narzissen pflanzt.“

Die Gemeinde sei natürlich immer gerne bereit, solche Ideen zu unterstützen. „Wenn das jemand machen möchte, wäre es aber gut, wenn er es mit der Verwaltung abstimmt. An manchen Stellen müssen wir einfach mähen“, so Möltgen.

Ein paar Tage werden die Krokusse am Kreisverkehr wohl noch blühen und dann „hoffentlich jedes Jahr wiederkommen“, wie Ingo Gibmeier sagt. Er hat zudem noch einen Tipp für alle Blumenfreunde parat: An der Bruder-Klaus-Kapelle könnte es in ein paar Tagen ebenfalls einen sehr schönen Anblick geben. Denn da war er etwas später auch noch am Werk.

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