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Anne-Frank-Gesamtschule: Abschluss der Jahrgangsstufe 10

Zufriedenheit und Traumklassen

Havixbeck

Die Zeiten für den aktuellen Abschlussjahrgang der Stufe 10 an der Anne-Frank-Gesamtschule waren alles andere als leicht. Doch der Zusammenhalt unter den Schülerinnen und Schülern ist dadurch nur noch größer geworden.

Von Ina Geske

Trotz schwerer Zeiten und mit Unterricht unter Pandemiebedingungen halten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 der Anne-Frank-Gesamtschule endlich ihre Abschlusszeugnisse in den Händen. Foto: Ina Geske

Sechs Jahre haben die Jugendlichen zum größten Teil gemeinsam an der Anne-Frank-Gesamtschule (AFG) verbracht und halten nun endlich ihre Abschlusszeugnisse nach der Jahrgangsstufe 10 in den Händen. „Ihr habt euch in den letzten sechs Jahren sehr gut entwickelt, ihr habt gelernt, eure Position zu vertreten, euren Weg zu finden. Ihr seid durch Trauer wie durch Freude gegangen. Ihr könnt Verantwortung tragen. Mit euch kann man gut und gerne sprechen. Und mit euch kann man was erleben“, fasste Schulleiter Dr. Torsten Habbel zusammen.

Damit spielte Habbel auch auf das Motto des Jahrgangs an: „Uns kann man nicht beschreiben, uns muss man erleben“. Auch aus den Reihen der Klassenlehrerinnen und -lehrer kamen Lobesworte. „Ich habe eine Traumklasse“, war eine Aussage, die zuletzt oft gefallen sei.

„Uns kann man nicht beschreiben, uns muss man erleben“

Dass die Klassen es mit zweieinhalb Jahren Unterricht unter Pandemiebedingungen nicht leicht hatten und dass der Todesfall einer Klassenlehrerin die jungen Leute schwer belastet hat, habe zu einem großen Gemeinschaftsgefühl beigetragen, das alle Redner hervorhoben. „Ich habe erlebt, dass ihr euch gegenseitig und uns gegenüber respektvoll und freundlich verhalten habt“, betonte Christian Schroll, Abteilungsleiter der Klassen 8 bis 10. Auf keinem anderen Flur sei er immer so höflich gegrüßt worden, ließ er die Anwesenden schmunzeln.

Die Pandemie war für Schüler wie Eltern eine große Herausforderung, doch selbst die sei gemeistert worden und habe die schulischen Leistungen meist nicht geschmälert. So kam Christian Schroll die Ehre zuteil, vier Schülerinnen und Schülern besonders zu gratulieren: Mia Henrichmann, Finn Forster und Moritz Revering nahmen Zeugnisse entgegen, die nur Einsen enthielten. Weiter gratulierte er Polina Mirosina, die die Fachoberschulreife mit Qualifikation mit guten und sehr guten Noten erreicht habe, obwohl sie erst vor zweieinhalb Jahren mit geringsten Deutschkenntnissen an die Schule kam.

„Unter euch sind Bühnentechnikprofis. Unter euch sind Landessieger des Europäischen Wettbewerbs, die mit einem eigenen Song und dem dazugehörigen Musikvideo gewonnen haben. Unter euch sind Artisten des Zirkus Fassungslos, die uns eindrucksvolle Vorstellungen geboten haben. Unter euch sind wahre Kämpferinnen und Kämpfer, die auf den allerletzten Metern zum Abschlusszeugnis bewiesen haben, dass sie es doch schaffen“, zeigte sich der Abteilungsleiter stolz auf die Absolventen.

„Man muss es auch mal krachen lassen dürfen“, rief Bürgermeister Jörn Möltgen dann Begeisterung bei den Klassen hervor. Denn ein etwas ausschweifender Abschluss der Mottowoche im Park, der ansonsten recht gesittet abgelaufen sei, werde wohl nicht nur dem Schulleiter, sondern auch allen Schülern in Erinnerung bleiben. „Ich finde es gar nicht wichtig, wer was macht. Wichtig ist, dass ihr aus eurer Zukunft etwas macht und dass ihr dabei verbunden bleibt, eure weiteren Lebenswege beobachtet. Jeder ist seines Glückes Schmied.“

Dank für eine „aufregende, anstrengende und tolle Zeit“

Auch Jürgen Hublitz, der für die Elternvertretung sprach, betonte: „Glücklichsein ist eine bewusste Entscheidung für das weitere Leben.“ Es könne sein, dass man Fehler mache, aber man solle seinen Weg durch das Leben gehen und nicht nur das machen, was andere von einem erwarten.

Persönliche Videos der einzelnen Klassen gestalteten das Programm und zeigten eine erlebnisreiche Schulzeit. „Wir verabschieden uns von den Klassenräumen, den lustigen Momenten im Unterricht und den auf jeden Fall immer produktiv genutzten Arbeitsstunden. Ich bedanke mich an dieser Stelle für die aufregende, anstrengende und tolle Zeit“, schloss Emily Ligocki bei den Abschiedsworten der Schülerinnen und Schüler.

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