Kooperation zwischen Stadt Münster und Technischer Assistenz Tilbeck

Zusammen hilft man weniger allein

Münster

Helfen ab sofort gemeinsam: Die Stadt Münster fördert die Technische Assistenz Tilbeck über drei Jahre mit rund 82.000 Euro – und bekommt im Gegenzug ganz viel Know-how.

Von Pjer Biederstädt

Die Technische Assistenz Tilbeck – kurz TAT – hat 2017 ein kostenloses Beratungsangebot entwickelt, das geeignete technische Produkte findet und erklärt, die eine selbstständige Lebensführung für Senioren sowie Menschen mit Behinderungen oder gesundheitlichen Einschränkungen ermöglichen. Das Angebot, beheimatet im Stift Tilbeck, bekommt nun einen starken Partner: Die Stadt Münster fördert die TAT über drei Jahre mit insgesamt 82 100 Euro.

Vorteile hat die Kooperation jedoch für beide Seiten. „Wir versprechen uns von der Zusammenarbeit zusätzliches Know-how für unsere Wohnberatung“, sagt Thomas Schulze auf’m Hofe, Fachstellenleiter Soziale Dienste Pflege und Teilhabe.

Win-win-Situation

Die Wohnberatung der Stadt hilft dabei, Wohnungen so anzupassen, dass pflegebedürftige oder behinderte Menschen wegen ihrer Einschränkungen nicht sofort ausziehen müssen. „Auf diesem Feld sind wir schon ganz gut aufgestellt, beim Thema der technischen Hilfsmittelberatung profitieren wir jetzt von der TAT“, sagt Claudia Eikel von der Wohnberatung der Stadt.

Die Berater stellen Interessenten zum Beispiel Herdsensoren, die bei akuter Brandgefahr die Stromzufuhr des Herdes automatisch abstellen, Hausnotrufgeräte oder Sprachassistenten vor. Neben der Beratung begleitet die TAT auch die Anschaffung der Hilfsmittel und den Umgang mit ihnen.

Kinder und Enkel über Social Media erreichen

Die Stadt Münster kann bei solchen Anfragen fortan auf die Experten von der TAT verweisen und erweitert so ihr Angebot. Darüber hinaus sollen städtische Mitarbeiter von den TAT-Fachleuten geschult werden. Geplant seien auch Vorträge für größere Interessentengruppen, sagt Tat-Berater Dirk Lehmann. Außerdem wolle man über eine Social-Media-Kampagne auch Kinder und Enkel und durch Veranstaltungen Multiplikatoren auf das Angebot aufmerksam machen.

Im Jahr 2019 war die TAT Teil der WN-Spendenaktion . Durch die Zuwendungen der Leserinnen und Leser konnte das Projekt damals fortgeführt werden und wurde einem breiteren Publikum bekannt. „Wir bekommen noch heute Anfragen von Menschen, die von uns aus der Zeitung erfahren haben“, sagt TAT-Berater Max Seppendorf.

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