Schützenstraße

Kreis sieht keinen Spielraum

Havixbeck

Der Kreis lehnt eine Temporeduzierung an der Schützenstraße von 70 auf 50 km/h ab. Die Gemeinde hatte sich diese zum Schutz der beiden dortigen Kitas gewünscht.

wn

Außerhalb der Ortschaft gilt auf der Schützenstraße Richtung Hohenholte Tempo 70. Lediglich ein Warnschild macht auf die kreuzenden Fußgänger aufmerksam. Der Kreis hat eine Tempo-50-Regelung abgelehnt. Foto: Frank Vogel

Im Februar hatte der Gemeinderat einen Beschluss gefasst: Der Kreis wurde um die zeitnahe Einführung von Tempo 50 am Kita-Standort Schützenstraße (Kreisstraße 51) gebeten (hier befinden sich zurzeit bekanntlich die DRK-Kita „Naturreich“ und die Johanniter-Kita). Darauf habe Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr nunmehr geantwortet, berichtet die Gemeindeverwaltung in einer Pressemitteilung.

In seinem Schreiben betont der Kreis, dass die Regelungen der Straßenverkehrsordnung keinen Spielraum böten, um weitere Temporeduzierungen zu veranlassen. Ferner sei die derzeitige Regelung mit Tempo 70 und dem Überholverbot aus Sicht des Kreises bereits sicher, auch wenn Geschwindigkeitsmessungen „mitunter den subjektiven Eindruck“ bestätigen würden, dass die geltende Geschwindigkeitsregelung nicht von allen Verkehrsteilnehmern eingehalten würde.

Bürgermeister Möltgen enttäuscht

Für Bürgermeister Jörn Möltgen ist das Antwortschreiben des Kreises enttäuschend. „Nach einem einstimmig gefassten Beschluss, der ganz klar die Sichtweise der Gemeinde dokumentiert, hätte ich eine größere Bereitschaft und Kreativität des Kreises erhofft, um eine tragbare Lösung für Havixbeck zu finden. Für die Sicherheit vor den beiden Kindertagesstätten sollte jeglicher Ermessensspielraum genutzt werden. Wenn man es wollte, könnte man es irgendwie hinbekommen“, so der Bürgermeister. Zugleich verweist er darauf, dass man ja bereits den Standort für die beiden Kita-Neubauten beschlossen habe und möglicherweise sogar noch in diesem Jahr mit den Neubauten begonnen würde. Damit sei klar, dass eine Temporeduzierung nur zeitlich begrenzt einzurichten wäre.

Gemeinsam mit den beiden Kita-Einrichtungen und den Fraktionen möchte der Bürgermeister jetzt nach Lösungen suchen, „bei denen wir nicht auf entsprechende Entscheidungen des Kreises angewiesen sind“, heißt es abschließend in der Pressemitteilung.

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