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Planung für ehemaligen Schulzenhof im Bauausschuss

22 Wohnungen mitten im Dorf

Seppenrade

Die Abrissbirne schwebt schon über dem ehemaligen „Schulzenhof“ im Rosendorf. Auf dem Gelände will Investor Matthias Kühlkamp ein Wohngebäude errichten. Dort soll ein ein Objekt aus sechs Baukörpern mit 22 Wohnungen entstehen.

Peter Werth

Der Schulzenhof in Seppenrade Foto: Peter Werth

Das ehemalige Restaurant und Hotel „Schulzenhof“ mitten im Kern des Rosendorfs hat gerade in der jüngeren Vergangenheit eine recht wechselvolle Geschichte erlebt. Verschiedene Betreiber haben sich quasi die Klinke in die Hand gegeben. Jetzt ist die Immobilie seit geraumer Zeit ungenutzt. Der Eigentümer der Fläche, Matthias Kühlkamp, will dort – nach dem Abriss der Bestandsgebäude – eine seniorengerechte, barrierefreie Wohnanlage errichten. Entsprechende Pläne des Lüdinghauser Architekturbüros „Spital-Frenking + Schwarz“ stellte am Donnerstagabend im Bauausschuss Architektin Manuela Kletzel vor.

Geplant ist die Errichtung eines Komplexes von sechs zweigeschossigen Gebäudeeinheiten, die sich um einen Innenhof gruppieren. Alle Baukörper werden über einen gemeinsamen Eingangsbereich erschlossen. Dort befindet sich auch ein Aufzug. Insgesamt seien 22 Wohnungen geplant, erklärte Kletzel. Im ersten Obergeschoss hätten diese eine Größe von 47 bis 99 Quadratmeter, im Dachgeschoss umfassen die fünf Wohneinheiten 52 bis 118 Quadratmeter. Im Erdgeschoss auf den vorgelagerten Parkplatz ausgerichtet, soll eine kleine Gastronomie entstehen. Das könnte ein Café oder auch eine Eisdiele sein, erklärte der Investor im WN-Gespräch. Ergänzt werde das Objekt durch eine Tiefgarage mit 14 Stellplätzen.

Die Klinkerfassaden sollen in unterschiedlicher Optik ausgeführt werden, berichtete die Architektin. So sollten die verschiedenen Baukörper betont werden. Die Pläne hätten bereits die Zustimmung des Gestaltungsbeirats gefunden, führte Kletzel weiter aus. „Der Architekt hat sich viel damit beschäftigt, eine Bebauung zu finden, die sich in den Dorfcharakter einfügt“, sagte Kühlkamp dazu.

Für die CDU begrüßte deren Fraktionssprecher Bernhard Möllmann das Vorhaben ausdrücklich. Das Ganze mache „einen schönen, aufgelockerten Eindruck. Es entsteht kein großer Klotz.“ Auch Eckart Grundmann erklärte, dass die Grünen das Vorhaben unterstützten: „Wohnraum, zentrumsnah und barrierefrei – toll.“ Mit der Einschränkung, dass die Gestaltung für einige Seppenrader doch ein wenig zu „monumental“ wirken könnte. Die Sozialdemokratin Dagmar Stallmann bewertete die Planung als „positive Entwicklung im Ortskern“.

Grundmann regte an, dass im Vorfeld die Bürger im Rosendorf „angemessen“ über das Bauvorhaben informiert werden sollten. Das floss schließlich in Form eines gemeinsamen Antrages von Grünen und CDU auch in den Beschlussvorschlag der Verwaltung ein.

Umgesetzt werden soll die Maßnahme, sobald der Bauantrag vom zuständigen Kreis Coesfeld vorliege, erklärte Kühlkamp. Der Abriss der Altgebäude sei bereits bewilligt. Das gesamte Objekt werde im Eigentum des Investors bleiben. Als künftige Mieter sehe er vornehmlich in älteren Menschen die Zielgruppe. Die Kosten für das Objekt werden „im siebenstelligen Eurobereich liegen“, sagte er.

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