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24-Jähriger nach der Flucht in Paris festgenommen

40-Jähriger bei Messerattacke lebensgefährlich verletzt

Lüdinghausen

Lebensgefährlich verletzt wurde am späten Mittwochabend ein 40-jähriger Mann an der Mühlenstraße. Der 24-jährige Tatverdächtige flüchtete unmittelbar nach der Attacke. Am Donnerstag wurde er in Paris von der französischen Polizei festgenommen.

-wer-

Der 24-jährige Tatverdächtige wurde in Paris festgenommen. Foto: dpa

Durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt wurde am Mittwoch (26. Januar) gegen 23.42 Uhr ein 40-jähriger Mann bei einer Auseinandersetzung in der Mühlenstraße. Der Tatverdächtige, ein 24-jähriger Mann aus Afghanistan, sei unmittelbar nach der Tat geflüchtet.

Er wurde, das bestätigte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhart, der Sprecher der Staatsanwaltschaft Münster, am Donnerstagnachmittag am Bahnhof in Paris von der französischen Polizei verhaftet. Inzwischen habe die Staatsanwaltschaft seine Auslieferung beantragt.

Mordkommission eingesetzt

Zu dem Streit zwischen den beiden Männern, die sich kannten, sei es aus bislang nicht geklärten Gründen gekommen. Im Zuge der zunächst verbal geführten Auseinandersetzung habe der 24-Jährige schließlich sein Opfer mit einem Messer attackiert und schwer verletzt. Der 40-Jährige wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhausgebracht und dort notoperiert. Derzeit bestehe keine Lebensgefahr mehr, teilt die Polizei mit.

Die Polizei in Münster hat eine Mordkommission unter Leitung von Kriminalhauptkommissar Frank Schneemann eingesetzt. Deren Ermittlungen stünden noch ganz am Anfang. Ermittelt wird wegen des Verdachts des versuchten Totschlags und der gefährlichen Körperverletzung. Das Amtsgericht habe noch am Donnerstag Haftbefehl gegen den Beschuldigten erlassen.

Tatmotiv bislang ungeklärt

Zum Motiv der Tat gibt es bislang keine Erkenntnisse. Die direkt nach der Tat eingeleitete Fahndung nach dem Flüchtigen hätten Hinweise darauf ergeben, dass der 24-Jährige sich per Zug in Richtung Frankreich begeben habe, bestätigte Botzenhart. Französische Polizisten hätten ihn unmittelbar nach seiner Ankunft in Paris festnehmen können.

Das, so Schneemann, sei das Ergebnis der „guten Ermittlungsarbeit und engen Zusammenarbeit mit den französischen Behörden“. Botzenhart ergänzte: „Es gab die nahe liegende Möglichkeit, dass sich der 24-Jährige nach Frankreich absetzt.“ Die Staatsanwaltschaft hat bei den französischen Behörden inzwischen die Auslieferung des jungen Mannes beantragt. Wann der 24-Jährige nach Deutschland überstellt werde, stehe noch nicht fest.

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