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DRK will Öffnungszeiten die Nachfrage anpassen

Ab sofort wird kostenlos getestet

Lüdinghausen

Ein Mal pro Woche kann sich jeder Bürger kostenlos darauf testen lassen, ob er mit dem Coronavirus infiziert ist. Im DRK-Testzentrum stehen die geschulten Mitarbeiter parat. Sorge bereitet aktuell jedoch, wie lange die 35 000 gelieferten Tests reichen und ob bald wieder Nachschub kommt.

Marion Fenner

Das DRK-Testzentrum bietet auch die kostenlosen Corona-Tests an. Christoph Schlüter Foto: acf/kvb

„Wir können sofort mit dem kostenlosen Testen loslegen“, sagt Christoph Schlütermann vom DRK-Kreisvorstand. 35 000 Test-Sets seien geliefert worden, das werde erst einmal für eine Weile reichen, ist er überzeugt. Einmal pro Woche können Bürger ab sofort kostenlos im Corona-Testzentrum des DRK an der Werdener Straße im Baugebiet Im Rott von geschultem Personal überprüfen lassen, ob sie sich mit dem Coronavirus infiziert haben. „Derzeit haben wir noch eingeschränkte Öffnungszeiten, wollen diese aber erweitern, wenn die Nachfrage enorm steigen sollte“, kündigt Schlütermann an. So wirklich sei nicht absehbar, ob nun der große Andrang komme. Sollte in den Osterferien wieder Reisen möglich sein, für die Test benötigt werden, könnten auch stundenweise Sonderöffnungen eine Option sein.

Ohne Symptome

Schlütermann weist darauf hin, dass nur Personen ohne Symptome kommen sollten. Wer Erkältungs­­beschwerden habe, müsse sich zuerst mit seinem Hausarzt in Verbindung setzen und das weitere Vorgehen klären.

Ist der Schnelltest negativ, erhält der Betroffene sofort ein offizielles Zertifikat auf sein Mobiltelefon, mit dem er nachweisen kann, getestet worden zu sein.

Ist der Test positiv, werde im Testzentrum ein PCR-Test angeboten, der endgültige Gewissheit gebe, ob sich die Person wirklich mit Covid 19 infiziert habe. Rund zehn Stunden dauere es, bis das DRK, das mit einem Expressdienst zusammenarbeite, das endgültige Ergebnis habe. „Bis dahin muss sich die Person in Isolation begeben“, erklärt Schlütermann. Ist auch der PCR-Test positiv werde das Gesundheitsamt informiert und sofort mit der Kontaktnachverfolgung begonnen.

Christoph Schlütermann, DRK-Kreisvorstand

Das sei auch der Unterschied zu den Selbsttests, die derzeit bei Discountern oder Drogerien zu haben sind, sagt Schlütermann. Der Selbsttest sei kein offizieller Nachweis. Dieser Test könne nur persönlich Gewissheit geben, beispielsweise vor einem Treffen mit Risikopersonen. In einigen Apotheken bestehe auch die Möglichkeit zum Schnelltest, betont Schlütermann. Dort sollten Kunden im Einzelfall persönlich nachfragen.

Vom Konzept in den DRK-Testzentren ist Schlütermann überzeugt. Dass sofort mit der Kontaktnachverfolgung begonnen werde, sei der eigentliche Gewinn der Testoffensive.

Vertrauen

Wichtig ist dem DRK-Kreisvorstandes, noch einmal darauf hinzuweisen, dass nur nach vorheriger Terminbuchung getestet werde. Die jeweils aktuellen Öffnungszeiten sind auf der Internetseite des DRK-Testzentrums zu finden. Der nächste Termin ist am heutigen Mittwoch von 16 bis 20 Uhr. Die Berechtigung zum Test wird nicht überprüft. „Dabei setzen wir auf Vertrauen und Eigenverantwortung“, so Schlütermann. „Dafür wollten wir keine zusätzliche Bürokratie aufbauen.“

Nachschub

Die kostenlosen Tests für Lehrer und Erzieher, die häufiger berechtigt sind, werden auch im Testzentrum durchgeführt. Sorge bereitet Schlütermann, wie mit den angekündigten Tests von Schülern umgegangen werden soll. Dafür gebe es noch keine Antwort vom Land NRW. „Sollten wir uns auch noch darum kümmern, sind unsere Testkapazitäten schnell aufgebraucht.“ Ob es Nachschub gebe, das stehe noch in den Sternen. Denn Produzenten der Tests in China hätten auf die derzeit extrem gut nachgefragten Selbsttests umgeschwenkt. „Ich befürchte das Lieferengpässe bei den Schnelltests auch uns wieder treffen.“

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