30 Jahre Deutsche Einheit: Enrico Zanirato erinnert sich an das Leben in der DDR

Als Personenschützer in den Westen

Lüdinghausen

Geboren ist er in der DDR – im heute sachsen-anhaltinischen Dorf Benndorf. Seit 2001 lebt Enrico Zanirato in Lüdinghausen. Erst 1993 konnte er, nach einer Überprüfung durch die Gauck-Behörde, seinen Berufswunsch, Polizist zu werden, realisieren. Im WN-Gespräch erinnert er sich an sein Leben in der DDR.

Peter Werth

Enrico Zaniratos Reisepass der DDR – nie genutzt. Foto: privat

Enrico Zanirato ist ein offener Typ. „Ich wollte immer reisen“, sagt der 50-Jährige. In seiner Jugend ging das allerdings nur in Richtung Osten – nach Polen, Tschechien und Ungarn. Denn aufgewachsen ist der Lüdinghauser – seit 2001 – in der DDR, im Dörfchen Benndorf, einen Steinwurf von der Lutherstadt Eisleben entfernt. Dort ist sein Vater Mario Zanirato, der Sohn eines ehemaligen italienischen Kriegsgefangenen, der nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland blieb und heiratete, noch heute Bürgermeister.

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