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Gastfamilie in Lüdinghausen

Amerikanerin lobt die Deutsche Bahn

Lüdinghausen

Seit einem Jahr wohnt Willow Rickenbrode in Lüdinghausen. Die 18-jährige Amerikanerin nimmt an einem Austauschprojekt teil. Nun hat sie Besuch von einem Bundestagsabgeordneten gekommen – und im Gespräch überraschendes Lob für die Deutsche Bahn geäußert.

Über Bahnfahren in Deutschland, Volksfeste und Politik Marc Henrichmann (r.) mit PPP-Stipendiatin Willow Rickenbrode (3.v.l.). Bei Andrea Lütke Aldenhövel (v.l.) sowie ihren Gastschwestern Sophia, Annika und Maike hat sie ein Zuhause auf Zeit gefunden. Foto: Büro Henrichmann

Für deutsche Ohren mag es merkwürdig klingen. Doch die 18-jährige Willow Rickenbrode sagt voller Überzeugung: „Die Deutsche Bahn ist perfekt.“ Die junge Amerikanerin nimmt aktuell am Parlamentarischen Patenschafts-Programm (PPP) teil. Das ist ein Austauschprojekt zwischen Deutschland und Amerika, initiiert vom deutschen Bundestag und dem amerikanischen Kongress. Über dieses Programm lebt Willow seit einem Jahr und noch bis Mitte Juni bei Familie Lütke Aldenhövel in Lüdinghausen.

Dort besuchte sie nun der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann. Das teilt dessen Büro in einem Pressetext mit. Solch ein Austausch sei viel wert, weil „wir mehr voneinander lernen und dadurch auch erfahren, wie gut wir es in mancher Hinsicht haben“, sagte er. Dadurch erscheine selbst die verbesserungswürdige Bahnanbindung des ländlichen Raums in milderem Licht.

Dortmund, Hamburg und München

Und Willow Rickenbrodekennt die Deutsche Bahn mittlerweile gut: In den vergangenen Monaten ging es nach Münster, Dortmund, Köln, Bremen Hamburg und sogar bis nach München. „Das ist ganz anders als in Amerika, wo wir viel mehr auf das Auto angewiesen sind“, erzählt die junge Frau, die aus Laurel in Maryland, nicht weit von Washington, kommt.

In ihrer Gastfamilie mit drei Gastschwestern fühle sie sich ebenso wohl wie am St.-Antonius-Gymnasium. Mit etwa 25 Schülerinnen und Schülern seien die Klassen dort viel kleiner als in den USA, wo bis zu 40 junge Leute zusammen unterrichtet werden. Besonders interessiert sie sich für Politik. Sie möchte deshalb in England internationale Beziehungen studieren. Zunächst steht aber ein Treffen mit anderen PPP-Stipendiaten in Berlin an, wo sie Henrichmann erneut treffen werde, heißt es weiter.

Schützenfest statt Schnitzenfest

Den besonderen Reiz des Programms machten die kleinen kulturellen Unterschiede aus. Dass demnächst in Aldenhövel ein „Schnitzelfest“ gefeiert werden sollte, fand die junge Frau nur bedingt merkwürdig, schließlich sei es die Lieblingsspeise der Deutschen. Gastschwester Sophia klärte aber auf: Tatsächlich fiebert die Bauerschaft dem „Schützenfest“ entgegen.

Schüler oder Azubis, die selbst am PPP teilnehmen wollen, können sich bis zum 9. September bewerben. Auch werden Gasteltern gesucht. Infos unter bundestag.de/ppp.

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