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„Royal Incest“ stellt neues Album vor

Anspruchsvolle Arrangements

Lüdinghausen

„Es kommt einem vor als wäre man aus dem Winterschlaf erwacht“, erklärte „Royal Incest“-Bassist Christoph Linhoff angesichts der langen Corona-Konzertpause der Band. Seit Juni wartete die Band auf eine Möglichkeit, das neue Album dem Publikum zu präsentieren. Nun gab es die Premiere der neuen Songs und Arrangements im Ricordo.

-awf-

„Handgemachte und selbsterdachte Musik“ – dafür steht die Lüdinghauser Band „Royal Incest“. Im Ricordo stellten sie nun nach langer Corona-Pause ihr neues Album vor. Foto: Arno Wolf Fischer

Nach der langen Zwangspause lud das Ricordo am Samstag zu einem Abend, der nicht nur in einer Hinsicht Premierencharakter hatte. „Das erste Mal Livemusik seit anderthalb Jahren“, freute sich Geschäftsführer Michael Obermeier. Umso kraftvoller und mitreißender wirkte vor diesem Hintergrund der Auftritt der Lüdinghauser Band „Royal Incest“, die ihr neues Album „Queen of Drama“ zum ersten Mal vor Publikum präsentieren konnte.

Eine Premiere, für die das Team um Obermeier eigentlich bereits im Juni eine Bühne bieten wollte. Wie groß das Interesse der Musikfreunde an diesem besonderen Auftritt der Band war, machte bereits der volle Saal deutlich. „Es kommt einem vor als wäre man aus dem Winterschlaf erwacht“, erklärte Bassist Christoph Linhoff angesichts der langen Konzertpause. Um dieses musikalische Erwachen mitzuerleben waren die Gäste sogar aus Dortmund, Hamm oder Unna gekommen und die Reaktion des Publikums machte dann schnell klar: Auch am Samstag lieferte die Band wieder genau nach dem Geschmack ihrer Fans ab.

„Handgemachte und selbsterdachte Musik“, fasste Gitarrist Claus Stephan das zusammen, was den seit rund drei Jahrzehnten gemeinsam arbeitenden Musikern am wichtigsten ist und Sänger Johannes Hofmann erklärte: „Wir haben alle eigene Einflüsse.“ Die Vielfalt der daraus resultierenden Musik brachte Gitarrist Klaus Funnemann dann mit „Alternative Rock“ auf den Punkt. Dass die eingespielte Kombination aus Hofmann (Gesang), Linhoff (Bass, Flöte, Gesang), Stephan (Gitarre), Funnemann (Gitarre) sowie Dominik Lenz (Drums) nach wie vor überzeugt, stellte die Premiere des neuen Albums unter Beweis. Mit „Democracy and Freedom“ wird „Queen of Drama“ von einem Lied eröffnet, das unter dem Eindruck der Präsidentschaft von Donald Trump entstanden war: „Don’t ignore the voice of fascism“ lautet die direkte Botschaft des Songs. Einen ganz anderen Hintergrund hat indes „Boatman“, das die Stimmung von Arnold Böcklins Gemälde „Die Toteninsel“ rund um den Übergang zum Totenreich musikalisch widerspiegelt. Was aber alle neuen Lieder verbindet fasste schließlich Sänger Hofmann zusammen: „Die Arrangements sind anspruchsvoller geworden.“

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