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St.-Antonius-Gymnasiums feiert 125. Geburtstag

„Anton wir sind stolz auf dich“

Lüdinghausen

Als „Töchterschule“ wurde das St.-Antonius-Gymnasium 1896 von den Franziskanerinnen gegründet. Später wurde daraus ein Oberlyzeum, schließlich das neusprachliche Mädchengymnasium und seit 1975 das städtische Gymnasium. Am Donnerstag wurde das 125-jährige Bestehen gefeiert.

Von Peter Werthund

Zum Abschluss gab es auf dem Pausenhof ein Foto mit den Gästen der Geburtstagsfeier – „für die nächste Jubiläumschronik“, wie der stellvertretende Schulleiter Christian Weyers scherzhaft bemerkte.Bis auf den letzten Platz gefüllt war die Anton-Aula bei der Geburtstagsfeier. Foto: Ann-Christin Frank

Da passte alles zusammen bei der Geburtstagsfeier des St.-Anto­nius-Gymnasiums – sogar die Blumendeko war auf den pink-farbenen Blazer von Schulleiterin Elisabeth Hüttenschmidt abgestimmt. Und die betonte in ihrer Festrede ausdrücklich ihre Affinität zu harmonischer Farbgebung: der Vorhang der Aula in Rot wie auch die Farbe ihres Autos. Jenseits weihevoller Worte stellte sie allerdings eher Anekdotisches aus dem Schulalltag – damals und heute – in den Mittelpunkt. Dazu gehörte auch der Hinweis, dass unter der Ägide der Franziskanerinnen bis in die 1960er-Jahre die Mädchen nicht in Hosen zum Unterricht erscheinen durften. Zugleich stellte sie fest, dass am Anton „Tradition und Moderne niemals als Gegensatz“ zu sehen seien. Und: Man solle sich „von der Zukunft überraschen lassen“. Insofern sei die Corona-Pandemie „Vollbremsung und Innovationsschub gleichermaßen“ gewesen.

Bürgermeister Ansgar Mertens verwies in seinem Grußwort an das Geburtstagskind „Anton“ darauf, dass er noch nie einem 125-Jährigen habe seine Aufwartung machen müssen. Aber der Jubilar befinde sich bei bester Gesundheit. So schloss er mit dem Hinweis: „Anton, wir sind stolz auf dich.“

Schulzeit gleicht dem Marathonlauf

Der Gratulation schloss sich Peter Grus, Schuldezernent bei der Bezirksregierung Münster an und ergänzte: „Die wichtigste Institution in der Gesellschaft neben der Familie ist die Schule.“ Sie gebe den Kindern „Fundament und Flügel, sie helfe, Talente zu entdecken und zu entwickeln.“ Dieser Aufgabe komme das Lüdinghauser Gymnasium in vielfältiger Weise nach – etwa mit seinem bilingualen Zweig sowie den MINT-Schwerpunkten. Schwester Gerhardis von den benachbarten Franziskanerinnen erzählte von ihrer besonderen Verbindung zum Anton. Sei sie doch selbst dort von 1946 bis 1954 Schülerin gewesen: „Dieser Tag bewegt mich sehr.“ Der Fördervereinsvorsitzende Matthias Reiche wagte den historischen Rückblick auf das Gründungsjahr 1896 – zeitgleich mit den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit. Und so gleiche die Schulzeit durchaus einem Marathonlauf. Einig war er sich mit der früheren Schulpflegschaftsvorsitzenden Melanie Henning, dass die Zusammenarbeit zwischen Eltern, Lehrkräften und Schulleitung am Anton „harmonisch und vertrauensvoll“ sei.

Für die Schülerinnen und Schüler sprachen Nele Kortenbusch und Lotta Becha­tzek. Während die eine das „gute Miteinander“ lobte, dankte die andere der Schulleiterin dafür, dass sie immer ein offenes Ohr für Anliegen der Kinder und Jugendlichen habe. Man merke ihr „die Leidenschaft für ihren Beruf“ an.

Begrüßt hatte die zahlreichen Gäste – unter anderem die Leitungen der anderen Schulen der Stadt, ehemalige sowie aktuelle Anton-Pädagoginnen und -pädagogen sowie Vertreter der Politik – der stellvertretende Schulleiter Christian Weyers. „Das Anton ist mehr als ein Ort, es ist ein Versprechen“, sagte er – eines für Bildung. Begleitet wurde die stimmungsvolle Feier durch Musikbeiträge junger Musiker der Schule. An die Feier in der Aula schloss sich ein Umtrunk auf dem Pausenhof an.

Historisches aus der Anton-Geschichte

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