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Bäume bleiben stehen

Aus Wilhelmstraße wird Lindenstraße

Lüdinghausen

Die heftig umstrittenen fünf Linden in der Wilhelmstraße bleiben erhalten. das beschloss am Dienstagabend der Bauausschuss mehrheitlich.

-wer-

Die fünf Linden in der Wilhelmstraße bleiben erhalten. Das beschloss der Bauausschuss am Dienstagabend mehrheitlich. Foto: Peter Werth

„Aller guten Dinge sind drei“, werden die Verfechter des Erhalts der fünf Linden in der Wilhelmstraße sagen. Am Dienstagabend entscheid der Bauausschuss mit Stimmenmehrheit von Grünen, SPD, FDP sowie drei CDU-Vertretern, dass die Bäume erhalten bleiben. Sechs Christdemokraten sprachen sich gegen den Verwaltungsvorschlag aus. Das war immerhin die dritte Abstimmung seit Dezember 2019 in dieser Frage. Die beiden vorherigen waren immer zuungunsten der Bäume ausgegangen. Vor dem Votum der Kommunalpolitiker erhielten Verfechter sowie Gegner des Erhalts die Gelegenheit, für ihre Positionen zu werben.

Rike Reichmann, eine der Initiatorinnen der Petition „pro Linden“, erklärte kurz und knapp, dass in der Verwaltungsvorlage ja schon „eine sehr gute Begründung“ für den Erhalt geliefert werde. Sie betonte, dass ihre Initiative viele positive Gespräche geführt habe, auch mit Menschen, die nicht „dem klassischen Baumschützer-Milieu angehören“.

CDU braucht Sitzungsunterbrechung

Thomas Böcker vom Altstadtarbeitskreis bei LH-Marketing verwies darauf, dass die Planer für die Achse „neue Mitte“ in Richtung Marktplatz eine „gute Lösung“ gefunden hätten, die Linden durch eine andere Baumart zu ersetzen. Nur so werde der Boulevard-Charakter zu erreichen sein. Er sei „erstaunt über die Petition. Es kommt auf die Stadt als Ganzes an – nicht auf fünf Bäume.“

Vor der Abstimmung erklärte Lena Steinkamp (CDU), dass ihre Fraktion in dieser Frage nicht einheitlich abstimmen werde. Das zeigte dann auch ein von Irmgard Schotte kurzfristig gestellter Antrag, die ursprüngliche Planung beizubehalten. Das führte derart zu Verwirrung in den christdemokratischen Reihen, dass diese eine Sitzungsunterbrechung beantragten. Eckart Grundmann (Grüne) wies – ein wenig süffisant – darauf hin, dass eine der bekanntesten Flaniermeilen der Republik als „Unter den Linden“ bekannt sei.

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