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„The Gregorian Voices“ im Kapitelsaal

Ausdrucksstarke Interpretationen

Lüdinghausen

Mit selbstbewussten Soloeinlagen, lebhaften Wechseln und einem zuweilen beinahe zupfenden Stimmeinsatz sorgten „The Gregorian Voices“ beim Publikum sichtlich für Begeisterung. Mittelalterliche Gesangstradition und moderne Pop-Hits brachten die Sänger zu Gehör.

Von Arno Wolf Fischer

Mit feierlichen Chorgesängen begannen „The Gregorian Voices“ ihren Auftritt im Kapitelsaal. Im weiteren Verlauf interpretierten sie Pop-Hits neu. Foto: Arno Wolf Fischer

Mit einer gekonnten Mischung aus mittelalterlicher Gesangstradition und modernen Pop-Hits überzeugten am Dienstagabend „The Gregorian Voices“ im Kapitelsaal der Burg Lüdinghausen. Vor ausverkauftem Haus knüpfte die Gesangsformation damit nach der coronabedingten Zwangspause mühelos an ihre erfolgreichen Auftritte der Vorjahre an.

„Je später der Abend, desto moderner die Musik“, gab Tourbegleiter Stefan Nick einen Ausblick auf den Verlauf des Konzertes. Bei Kerzenschein und mit aufgesetzten Kapuzen zog das Oktett um den musikalischen Leiter Sergey Nemerko meditativ singend in den Kapitelsaal ein und stimmte sogleich die ersten feierlichen Chorgesänge an.

Choräle erfüllten den Kapitelsaal

Ganz ohne unterstützende Tontechnik füllte der Gesang den Raum und das Oktett verdiente sich schnell den ersten anhaltenden Applaus. Die jeweils zwei Bass- und Baritonsänger und vier Tenöre begannen ihren Auftritt mit klassischen gregorianischen Chorälen in lateinischer Sprache, bevor mit „Ameno“ von 1996 der erste moderne Hit auf dem Programm stand.

Selbstbewusste Soloeinlagen, lebhafte Wechsel und ein zuweilen beinahe zupfender Stimmeinsatz sorgten dabei beim Publikum sichtlich für Begeisterung. Was mit erhebenden und pathosschweren Hymnen begonnen hatte, entwickelte sich im Laufe des Abends fließend hin zu ausdrucksstarken Neuinterpretationen von Radiohits wie Robbie Williams „Angels“, die immer wieder für Erstaunen bei den 78 Zuhörern sorgten. Dass diese die „Gregorian Voices“ am Ende nicht ohne Zugabe ziehen lassen würden, war spätestens anhand der begeisterten Reaktion auf Klassiker wie „The Sound of Silence“ oder Leonard Cohens „Hallelujah“ absehbar.

Standing Ovations als Lohn

Dem Wunsch des Publikums folgend zogen die Sänger ein zweites Mal in den Saal ein, dann allerdings mit einem Song, in den die Zuhörer am liebsten selbst mit eingestimmt hätten: „Thank You For The Music“ von Abba. Standing Ovations waren der Lohn für die rund 90 Minuten dauernde musikalische Zeitreise, die die Sänger ohne Pause absolvierten.

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