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Premiere „Die Wiederkehr“ im CineMotion

Begegnung mit Tibet

Lüdinghausen

Der Film „Die Wiederkehr“ widmet sich dem Schicksal der Tibeter. Schauspieler und Regisseur Ralf Bauer stellte sein Projekt jetzt im CineMotion vor. Dabei wurde deutlich, wie emotional ihn selbst das Schicksal dieser Menschen beschäftigt.

-awf-

Der Film „Die Wiederkehr“ mit und von Ralf Bauer beeindruckte das Publikum am Freitagabend im CineMotion. Der Schauspieler berichtete über seinen Begegnungen mit Tibetern. Foto: Arno Wolf Fischer

Dass die Premiere seines Films „Sem Duhl – Die Wiederkehr“ im Lüdinghauser „CineMotion“ für Ralf Bauer ein sehr persönliches und emotionales Ereignis darstellte, wurde am Freitag schnell offensichtlich. Der Schauspieler kann zwar auf ein breites filmisches Repertoire zurückblicken, doch im Zentrum seines neuen Werkes steht ein Thema, mit dem ihn jede Menge Herzblut verbindet. Es geht dabei um Tibet und das Schicksal der Bevölkerung seit der Eingliederung als nominell autonome Provinz Chinas in den 1950er Jahren.

Die Welt des Himalaya wird dabei mit einem bekannten Drehort deutscher Filme verbunden: der Nordseeküste. Im Zentrum steht die Rückkehr von Bauers Charakter aus Tibet, das auch den Schauspieler, Produzenten und Regisseur des Films selbst nachhaltig geprägt hat. „Gute Unterhaltung“, wünschte Kinoleiter Steffen Wietek dem vollen Kinosaal. Dass dieser Wunsch in Erfüllung gegangen war, machten dann Applaus und positives Feedback für Ralf Bauer deutlich spürbar. „Die Idee kam vor rund sieben Jahren“, erinnerte er sich an einen Besuch in Nordindien, wo zahlreiche tibetische Flüchtlinge unweit der Grenze zu ihrer alten Heimat leben. „Es ist schwer so viele Genres in einem Film zu vereinen“, überlegte Bauer und betonte: „Es ging mir darum, das Thema Tibet in einen Unterhaltungsfilm zu integrieren.“

Bewegende Schicksale

Von komödiantischen Momenten bis zum bewegenden Schicksal der Tibeter machte die Publikumsreaktion klar, dass diese gewagte Mischung mit Bravour geglückt ist. „Diese Welt hat mich sehr eingenommen“, berichtete Bauer von Begegnungen mit der tibetischen Kultur. Sein klarer Rat an das Publikum: „Die Seele Tibets ist ganz toll. Wenn sie die Möglichkeit haben, einen Tibeter zu treffen, tun Sie es.“

Ein besonderer Zufall fiel Bauer schließlich angesichts des Premierendatums auf. Der Film feierte ausgerechnet zum Beginn der Olympischen Winterspiele seine erste Aufführung. „Das ist total irre“, erklärte Bauer angesichts des zeitlichen Zusammenfalls mit den umstrittenen Spielen in Peking.

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