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Naturpark Hohe Mark 

Bothe auf neuen (Wander-)Wegen

Lüdinghausen

Lüdinghausen, am Rande des Naturparks Hohe Mark gelegen, bekam als Gastgeber der vierten Wanderung des gleichnamigen Vereins, besondere Aufmerksamkeit. Diese führte am Freitagvormittag nämlich über ein Teilstück eines zukünftigen Landstreifers, also einer Tagesroute abseits des Hohe-Mark-Steigs. Mit von der Partie war auch der neue Regierungspräsident Andreas Bothe.

Von Heidrun Riese

Bevor es auf die Sechs-Kilometer-Wanderung ging, führte Benedikt Graf Droste zu Vischering (l.) Regierungspräsident Andreas Bothe in die Geschichte der Burg Vischering ein. Foto: Heidrun Riese

Auf neuen Wegen bewegte sich Regierungspräsident Andreas Bo­the am Freitagvormittag als Schirmherr der vierten Naturpark-Hohe-Mark-Wanderung, zu welcher der gleichnamige Verein nach Lüdinghausen eingeladen hatte. Und das nicht nur, weil es erst sein zweiter Außentermin als Chef der Bezirksregierung Münster war – sondern auch, weil die sechs Kilometer, die er mit der etwa 80-köpfigen Gruppe zurücklegte, auf der Route eines geplanten Landstreifers liegen.

Formalien halten auf

Landstreifer, so heißen die Rundwanderwege abseits des über 140 Kilometer langen Hohe-Mark-Steigs, der in sechs Etappen von Wesel nach Olfen oder umgekehrt quer durch den Naturpark führt. Vier dieser Tagestouren sind bereits ausgeschildert, weitere in Arbeit – unter anderem die in der Steverstadt. „Da sind viele Formalien zu erledigen, dadurch geht viel Zeit ins Land“, erklärte Dagmar Beckmann, Geschäftsführerin des Naturparks Hohe Mark, dem die Stadt Lüdinghausen schon lange als Mitglied angehört, warum mit der Fertigstellung erst Ende 2023/Anfang 2024 zu rechnen ist. „Rundwanderungen – das ist das, was viel bei uns nachgefragt wird“, unterstrich Stefan Wiemann, Geschäftsführer von Lüdinghausen Marketing, die Bedeutung solcher Strecken für den Tourismus. Generell sei Wandern ein großes Thema. „Nicht erst seit Corona.“

Einblicke in die Geschichte

Vor allem Vertreter von Stadt- und Kreisverwaltungen, insbesondere Bürgermeister, aber auch von Verbänden und Vereinen hatten die Wanderschuhe geschnürt. Bei schönstem Wetter wanderten sie von der Burg Vischering aus im großen Bogen zum Biologischen Zentrum, wo Dr. Rolf Brocksieper über dessen Arbeit berichtete.

Vorbei am Klutensee ging es schließlich zur Burg Lüdinghausen. Wie schon Benedikt Graf Droste zu Vischering am Startpunkt versorgte Hans-Jürgen Witt, Vorsitzender der Freunde der Burg Lüdinghausen, am Endpunkt der Wanderung die Teilnehmer mit Hintergründen zu den historischen Gemäuern. Die abschließende Stärkung im Kapitelsaal mit Gulasch- und Tomatensuppe bot noch einmal Zeit und Raum zum Austausch.

„Für mich war das auch eine tolle Gelegenheit, die Stadt zu zeigen“, freute sich Bürgermeister Ansgar Mertens über einen gelungenen Vormittag. „Da waren auch viele Ecken, die die meisten noch nicht kannten." Das ändert sich vielleicht mit dem neuen Landstreifer in Lüdinghausen.

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