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Dortmund-Ems-Kanal

Brückenspringer fast von Zug erfasst

Lüdinghausen

Auf einer Zugbrücke im Kreis Coesfeld kam es zu einer brenzligen Situation, als ein junger Mann von dort aus in den Dortmund-Ems-Kanal springen wollte – denn zur selben Zeit näherte sich eine Regionalbahn.

Nach einer gefährlichen Aktion am Dortmund-Ems-Kanal bei Lüdinghausen sucht die Polizei nach einem Brückenspringer. Foto: dpa/Julian Stratenschulte (Symbolbild)

Bereits am vergangenen Freitagnachmittag (17. Juni) kam es in Lüdinghausen zu einer gefährlichen Situation am Dortmund-Ems-Kanal. Der Fahrzeugführer der RB 51 auf der Fahrtstrecke von Dülmen nach Dortmund musste auf Höhe der Kanalbrücke in Lüdinghausen eine Schnellbremsung einleiten, wie die Bundespolizei berichtet.

Er erkannte auf der Anfahrt zur Kanalbrücke im Bereich der Alten Fahrt/Am Kanal einen Jugendlichen im Gleisbereich. Aufgrund der Badekleidung nimmt die Polizei an, dass der Jugendliche von der Brücke aus in den Kanal springen wollte.

Das reaktionsschnelle Einleiten der Bremsung durch den Triebfahrzeugführer verhinderte nach Angaben der Bundespolizei eine Kollision. Daraufhin verließ der Jugendliche fluchtartig den Bereich. Fahrgäste im Zug wurde durch die Schnellbremsung nicht verletzt. Der Zug konnte im Anschluss seine Fahrt fortsetzen.

Polizei sucht nach Zeugen

Die Bundespolizei leitete ein Strafverfahren aufgrund des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein und fragt in diesem Zusammenhang: Wer hat im Bereich der Alten Fahrt/Am Kanal gegen 15.20 Uhr Personen an der Bahnstrecke/Brückenbauwerk gesehen, die mit der Tat im Zusammenhang stehen könnten? Hinweise nimmt die Bundespolizei unter 0800/6888000 oder in jeder Polizeidienststelle entgegen.

Polizei warnt vor Brückenspringen

Was ist beim Schwimmen im Kanal verboten?

Eigentlich ist das Schwimmen im Kanal nicht erlaubt, worauf die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) auch immer wieder hinweist. Aber ein Sprecher der DLRG erläuterte bereits in der Vergangenheit: „Das Schwimmen im Kanal wird grundsätzlich von der Schifffahrtsverwaltung des Bundes geduldet.“ Doch wer sich dort abkühlen möchte, sollte vor allem zur eigenen Sicherheit einige Regeln beachten.

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