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Gewerkschaften wollen Freihandelsabkommen verhindern

„Bürger sind kaum informiert“

Lüdinghausen

Der DGB in Lüdinghausen will das „Transatlantische Handelsabkommen“ verhindern.

wn

DGB-Ortsverbandsvorsitzender Heinz Starnick in einem Pressebericht: „Es darf nicht sein, dass multinationale Konzerne ohne öffentliche Kontrolle indirekt auf unsere sozialen und gesellschaftspolitischen Errungenschaften Einfluss nehmen können.“

Bei öffentlichen Veranstaltungen oder an Informationsständen stellten er und seine Mitstreiter immer wieder fest, dass „viele Bürger über das zur Beschlussfassung anstehende Handelsabkommen zwischen der EU und den USA und Kanada kaum etwas wissen“. Auch auf Arbeitnehmer in Lüdinghausen hätte dieses Handelsabkommen Auswirkungen, etwa wenn es darum gehe, ob Arbeitsschutzregeln eingehalten würden. Darüber hinaus könnten Städte und Gemeinden bei öffentlichen Ausschreibungen von Konzernzentralen aus Übersee dazu gezwungen würden, den in Deutschland vereinbarten Mindestlohn oder Tariferhöhungen nicht zu zahlen.

Heinz Starnick und seine Kollegen üben Kritik daran, dass „die Verhandlungen bisher unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt wurden.“ Der Ortsvorstandsvorsitzende weiter: „Wir wurden von vielen Bürgern darauf angesprochen, unseren Einfluss geltend zu machen, dass der Bundestag und das Europäische Parlament endlich auch die Öffentlichkeit über die Vorhaben informieren und den Dialog mit den Wählern führen.“

Am 30. Oktober (Donnerstag), kündigt Starnick an, „werden wir mit der Abgeordneten aus dem Europäischen Parlament, Gabriele Preuß, in einer öffentlichen Veranstaltung darüber reden.“ Diese Informationsveranstaltung findet in der „Gaststätte Zur Mühle“ statt. Beginn ist um 18 Uhr. Alle Interessenten sind willkommen. Anmeldungen sind nicht erforderlich.

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