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Derzeit noch „halböffentlich“

Bürgerstiftung und Seniorenbeirat besuchen Burg Kakesbeck

Lüdinghausen

Über die Pläne für die Burg Kakesbeck informierten sich jetzt Vertreten der Bürgerstiftung Lüdinghausen und des Seniorenbeirats. Bei dem besuch auf der Anlage erläuterte deren Stiftungsvorsitzender Bernd Sparenberg die unterschiedlichen Vorhaben, das alte Gemäuer wieder in den Blick der Öffentlichkeit zu rücken.

Von Arno Wolf Fischer

Bürgerstiftung und Seniorenbeirat besuchten jetzt die Burg Kakesbeck. Gestenreich präsentierte ihnen Bernd Sparenberg, Vorsitzender der Kakesbeck-Stiftung, die Pläne für die historische Anlage. Foto: Arno Wolf Fischer

Die Wasserburgenstadt hat mehr als nur die zwei großen Burgennamen „Vischering“ und „Lüdinghausen“ zu bieten. Mit viel Herzblut und jeder Menge Engagement setzt die Kakesbeck-Stiftung die Arbeit fort, die Dr. Wilfried Grewing vor Jahrzehnten begonnen hat. Unermüdlicher Einsatz weckte das historische Gemäuer aus dem Dornröschenschlaf.

Um sich einen Einblick in die sich entwickelnde neue „gute Stube“ der Stadt zu verschaffen, besuchte nun die Lüdinghauser Bürgerstiftung gemeinsam mit dem Seniorenbeirat die Burg und wurde bereits von Bernd Sparenberg erwartet. An der nötigen Vision mangelt es ihm derweil nicht: „Wir möchten die Burg langsam in die Öffentlichkeit rücken.“ Führungen sind zwar möglich, doch aus Brandschutzgründen fehlen zusätzliche Fluchtwege: „Noch sind wir halböffentlich.“

Bernd Sparenberg

Bereits der Anblick des Innenhofs brachte Stiftungsvorstand und Seniorenbeirat ins Schwärmen: Tische, Bänke, eine Bühne vor dem Schild, auf dem bereits „Burgschenke“ prangt? Laute Zustimmung. „Ich hoffe, wir erhalten zeitnah Genehmigungen“, erklärte Sparenberg. Pure Freude war Historienfreunden in der Bibliothek und dem Rittersaal anzumerken. Liebevoll hergerichtet, inklusive Wappen und Rüstungen. Der Rittersaal selbst ist mit Stuhlreihen bereits so hergerichtet, dass am gleichen Tag eine atmosphärische Lesung starten könnte. „Wir brauchen ein Nutzungskonzept, um gefördert zu werden“, stellte Sparenberg in Aussicht.

Klar ist: Die Ideen sind da und wenn die Baumaßnahmen genehmigungskonform umgesetzt werden, stehen die Chancen gut. „Können wir hier bald ein Konzert machen?“, lautete die spontane Frage aus dem Publikum. Die augenzwinkernde Antwort: „Ja, ich hoffe es doch sehr.“ Sparenberg hofft derweil auf den geplanten Einzug eines Zaubermuseums und einer Zauberschule als „Alleinstellungsmerkmal“.

Die Frage nach Veranstaltungen, die unterstützt werden könnten, ist für den Vorsitzenden der Bürgerstiftung, Burkhard Kleffmann, leicht zu beantworten: „Ja, auf jeden Fall.“ Mit einem Sekt vor den Toren bedankten sich Stiftung und Beirat bei Sparenberg, der auch auf den Förderverein der Burg hinwies. Kleffmanns Gegenfrage folgte ohne Zögern: „Kann da vielleicht gleich die ganze Bürgerstiftung mitmachen?“ Reichlich Rückenwind hat die Burg Kakesbeck also auf jedem Fall. Sparenberg setzt dabei die Arbeit von Wilfried Grewing fort: „Er hat sich auf das Abenteuer Burg eingelassen.“ Ein Satz, der gleichwohl auf ihn selbst zutrifft. Klar ist schon jetzt: Die Bürgerstiftung lässt ihn dabei nicht allein. „Wir kommen auf Sie zu und nächstes Mal treffen wir uns zum Umtrunk drinnen“, verabschiedete sich Kleffmann vom neuen „Macher“ der Burg Kakesbeck.

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