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Heimatverein plant Denkmal für Retter und Geretteten

Die Erinnerung wach halten

Lüdinghausen

Der Heimatverein Lüdinghausen möchte mit einem Denkmal an die Rettung des jüdischen Tierarztes Dr. Adolph Strauss vor den Nazis erinnern. Dieser wurde kurz vor Kriegsende von dem Lüdinghauser Kaufmann Gustav Peick auf dem Dachboden seines Hauses an der Tüllinghofer Straße versteckt. Der Wachtmeister Wim Schriever deckte diese Maßnahme. Alle drei waren im Ersten Weltkrieg Kriegskameraden.

Peter Werth

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zog der Tierarzt Adolph Strauss in das Haus seines im KZ Theresienstadt umgekommenen Bruders Hugo an der Olfener Straße 10. Beigesetzt ist der 1955 verstorbene Veterinär auf dem alten evangelischen Friedhof an der Stadtfeldstraße (kl. Foto). Foto: Peter Werth

Gustav Peick, Wim Schriever und Dr. Adolph Strauss waren gemeinsam als Soldaten im Ersten Weltkrieg. Alle drei möchte der Heimatverein Lüdinghausen mit einem Denkmal ehren. Damit nicht in Vergessenheit gerate, dass Kaufmann Peick und Wachtmeister Schriever ihren ehemaligen Kriegskameraden Strauss vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten versteckt hatten (WN berichteten), erklärt Michael Kertelge. Er ist Mitglied des Heimatvereins und beschäftigt sich seit Langem intensiv mit dem Schicksal der jüdischen Bevölkerung in der Steverstadt während der Nazi-Zeit. „Wir wollen an diese Menschen erinnern“, sagt der Pastoralreferent der Kirchengemeinde St. Felizitas. So solle eine Rettungsgeschichte auch ein positives Signal setzen im Angesicht dieser schrecklichen Zeiten.

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