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Informationsabend zur Bundestagswahl beim Sozialwerk St. Georg in Lüdinghausen

Die Kandidaten stellen sich

Lüdinghausen

Per Gesetz haben auch Menschen mit Behinderung seit dem 1. Juli 2019 das Wahlrecht. Am 14. September stellen sich fünf Bundestagskandidaten, die im Kreis Coesfeld antreten, den Fragen dieser Wählergruppe. Organisiert wird die Veranstaltung von einem Team um Sandra Sonnenberger vom Sozialwerk St. Georg und dem Beiratsvorsitzenden Alfons Wecker.

Von Peter Werth

Sie bereiten den Informationsabend zur Bundestagswahl beim Sozialwerk St. Georg vor (v.l.): Sandra Sonnenberger, Tobias Koddebusch, Alfons Wecker und Jonas Friedhoff. Die Veranstaltung findet am 14. September statt. Foto: Peter Werth

Den Aufschlag hatte das Sozialwerk St. Georg schon im vergangenen Jahr im Vorfeld der Kommunalwahl gemacht und die beiden Bewerber für das Amt des Bürgermeisters in Lüdinghausen zu einer Veranstaltung eingeladen, um Menschen mit Behinderung zum Thema Wahl und Wahlrecht für Behinderte zu informieren. Denn seit dem 1. Juli 2019 gilt für Menschen mit Behinderung bundesweit das Wahlrecht. Mit Blick auf die Bundestagswahl am 26. September denkt das Vorbereitungsteam um Sandra Sonnenberger, Fachleitung Ambulant Betreutes Wohnen, und Alfons Wecker, Beiratsvorsitzender der vom Sozialwerk betreuten Menschen im Kreis Coesfeld, gleich zwei Nummern größer.

Für den 14. September (Dienstag) um 18 Uhr planen sie eine Veranstaltung mit den Kandidaten aus dem Wahlkreis Coesfeld. Fünf von ihnen haben ihre Teilnahme zugesagt: Marc Henrichmann (CDU), Johannes Waldmann (SPD), Annemonika Spallek (Grüne) René Arning (FDP) und Klaus Stegemann (Linke).

Vorstellung in einfacher Sprache

„Das Schwierigste war, alle unter einen Hut zu bekommen“, erzählt Sonnenberger. Zur Vorbereitung seien alle Kandidaten gesondert zu einem ersten Gespräch eingeladen worden. Dabei habe man den Bewerbern um ein Mandat in Berlin ausdrücklich vermittelt, dass sie sich bei ihren Beiträgen in leicht verständlicher Form und Sprache ausdrücken sollten. Was diese selbstredend zugesagt hätten, erklärt Wecker, der betont: „Die Vorbereitung hat uns Spaß gemacht.“ Gemeinsam mit Sonnenberger wird er auch die Moderation des Abends übernehmen. Geplant sei eine Dauer von knapp drei Stunden. Einen festen Veranstaltungsort gibt es zunächst noch nicht. „Wir warten auf die Resonanz bei den Anmeldungen“, sagt Sonnenberger. So haben die Veranstalter erst einmal den Sitz des Sozialwerks am Ostwall im Blick. Sollten sich allerdings deutlich mehr Menschen anmelden, müsste ein größeres Forum gewählt werden. Auch über eine mögliche digitale Übertragung der Veranstaltung wird nachgedacht. Und: „Ein Gebärdendolmetscher wäre eine tolle Sache“, erklärt Sonnenberger einen besonderen Wunsch. Doch für dessen Kosten fehle noch ein Sponsor, wünschen sich die Organisatoren Unterstützung.

Abgerundet wird der Abend durch einen Probelauf in Sachen Wahl. „Die Stadt stellt uns original Wahlzettel und Urnen zur Verfügung, sodass die Besucher die Stimmabgabe üben können“, erklärt Wecker. Zudem werde über die Möglichkeit der Briefwahl informiert.

Interessierte im ganzen Kreis Coesfeld angesprochen

Aufmerksam auf den Abend macht das Orga-Team durch Flyer und Plakate. Der Entwurf liegt bereits vor – in den nächsten Tagen geht das Ganze in Druck. Verteilt werden die Handzettel vor allem in den Wohnheimen der Menschen mit Behinderung sowie in den Werkstätten. Angesprochen sind dabei nicht nur Interessierte in Lüdinghausen, sondern im gesamten Kreis Coesfeld, wünscht sich Sandra Sonnenberger regen Zuspruch. Denn: „Viele Menschen mit Behinderung wissen gar nicht, dass sie wählen dürfen.“

Wer an der Veranstaltung am 14. September teilnehmen möchte, muss sich bis zum 31. August (Dienstag) unter

 01 63/7 26 56 24 bei Alfons Wecker oder per E-Mail an wahlinfo.lh@gmail.com anmelden. Dabei sollte neben Name und Telefonnummer möglichst auch eine E-Mail-Adresse angegeben werden. Nur wer angemeldet ist, kann auch teilnehmen. Der Informationsabend findet nach den zum Zeitpunkt der Veranstaltung geltenden Corona-Regeln statt.

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