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Entlassfeier an der Gemeinschaftshauptschule

Die Klingel als Befreiung empfunden

Lüdinghausen

52 Jugendliche wurden am Freitag aus der Gemeinschaftshauptschule entlassen. In einer stimmungsvollen Feier wurden ihnen die Abschlusszeugnisse überreicht.

Inga Kasparek

52 Jugendliche verlassen in diesem Jahr die Gemeinschaftshauptschule – der vorletzte Jahrgang der auslaufenden Schule. Die kommissarische Schulleiterin Sandra Brüggemann (kl. Foto) sowie Bürgermeister Richard Borgmann und die Elternvertreterin wünschten ihnen alles Gute für die Zukunft. Foto: Inga Kasparek

„Uns kann man nicht beschreiben, uns muss man erleben“ – so lautete das am Entlassungstag viel zitierte Motto des Abschlussjahrganges 2019, der vorletzte, der die Gemeinschaftshauptschule Lüdinghausen durchlaufen hat. Insgesamt 52 Schülerinnen und Schüler aus drei Jahrgangsklassen nahmen ihre Zeugnisse aus den Händen der kommissarischen Schulleiterin Sandra Brüggemann und der jeweiligen Klassenlehrer in Empfang. Wobei den beiden Jahrgangsbesten – Leonie Sebbelt und Fabian Südfeld – ganz besonders gratuliert wurde.

Leonie Sebbelt und Fabian Südfeld als Jahrgangsbeste geehrt

Rund um diese Feierlichkeiten hatten sich alle Beteiligten ein buntes Rahmenprogramm ausgedacht. So wurde von den Entlassschülern eine „ganz normale Unterrichtsstunde“ auf die Bühne gebracht, die damit endete, dass die angebliche Klassenlehrerin, köstlich dargestellt von Kevin Kanditt, zur Verzweiflung getrieben wurde. Die Klasse 5a der Sekundarschule führte ein modernes Tanzstück vor, und Anna Beichel stellte ihr Gesangstalent mit instrumentaler Begleitung durch ihren Vater unter Beweis.

Bürgermeister Richard Borgmann wünschte den jungen Leuten ebenso wie die Schulpflegschaftsvorsitzende Tombrink und Schulleiterin Brüggemann alles Gute für die Zukunft und motivierte, auch bei Rückschlägen niemals den Mut zu verlieren.

Die Moderatoren dieser Abschlussfeier, Lirie Muratovic und Roman Peters, leiteten von einem Sprecher zum nächsten, brachten aber auch ihre Sicht der Dinge auf den Punkt. So erklärte Peters: „Wo soll ich bloß beginnen, die Lehrer meinen ja, wir gehören zu den Schlimmen“. Und weiter: „Doch ich bitte um Verzeihung, aber die Klingel war für uns die Befreiung. Und wie kann man die Schule besser verlassen, als mit unseren Abschlussklassen?“

Alles gesagt, oder? An die Feierstunde schloss sich wohl bei jedem eine ausgelassene Party in mehr oder weniger großem Rahmen an. Die Stimmung jedenfalls war schon beim Fototermin bestens.

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