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DBU Naturerbe verwaltet Borkenberge

Diekamp: „Aufgabe zwischen Diplomat und Hausmeister“

Seppenrade

Mitglieder des Landwirtschaftlichen Ortsverbands Seppenrade und Vertreter aus der Kommunalpolitik besuchten am Freitag die Borkenberge. Dort wurden sie von Vertretern der DBU Naturerbe über deren Aufgaben und Arbeit informiert.

wn

Mitglieder des Landwirtschaftlichen Ortsverbands Seppenrade und einige Kommunalpolitiker trafen sich am Freitag mit Verantwortlichen der DBU Naturerbe GmbH in den Borkenbergen. Dessen Vertreter Michael Diekamp (rundes Foto) erläuterte sein umfassendes Aufgabenfeld. Foto: LOV

„Der Landwirtschaftliche Ortsverein (LOV) hätte gern neue Informationen der DBU Naturerbe GmbH über die weitere Planung im Bereich der Borkenberge, um zu wissen, was dort demnächst passiert, und um dabei mitreden zu können. Daher haben wir die DBU zu einem Gedankenaustausch eingeladen“, wird Antonius Vormann, Ortslandwirt in Seppenrade, in einer Pressemitteilung zitiert. Wie der LOV in seiner Pressenotiz mitteilt, hatte er dazu Michael Diekamp (Leiter des Betriebsmanagement der DBU Naturerbe GmbH und Koordinator Bundesforst), den Revierleiter Georg Feldmeier sowie die Ratsvertreter aus den Wahlbezirken 16 und 17, Irmgard Schotte und Anton Holz, zu diesem Gespräch eingeladen.

Diekamp stellte auf dem Steinberg die Aufgaben der DBU vor, die rund 70 000 Hektar hauptsächlich militärisch genutzter Flächen an 71 Standorten in Deutschland verwaltet. „Wir müssen mit den Nachbarn dieser Flächen gut auskommen. Viele Gruppen mit ihren unterschiedlichen Interessen wollen berücksichtigt werden. Daher liegt meine Aufgabe zwischen Diplomat und Hausmeister“, umriss er seinen Tätigkeitsbereich. Die Idee der Naturerbe GmbH sei es, die Natur erlebbar zu machen – zum Beispiel mit einem Betretungsrecht auf ausgewiesenen Wegen. „Dafür müssen wir viel Überzeugungsarbeit leisten, wobei uns der Bundesforst ein wichtiger und kompetenter Partner ist“, so Diekamp.

Nachdem Revierleiter Feldmeier die Geschichte der Borkenberge kurz vorgestellt hatte, informierte Anton Holz über die Anfänge der Übergabe der Borkenberge an die DBU, nachdem das britische Militär das Gelände 2015 verlassen hatte. „Vieles von dem, das wir mit Dr. Heinrich Bottermann, dem damaligen Chef der DBU besprochen haben, ist mittlerweile umgesetzt worden. Nur die Verbindung des Radweges über die K 16 zur ,Goldgräbersiedlung‘ bis hin zur B 58 fehlt noch. Dadurch könnte die Querung der Panzerstraße und der vom Kreis geplante Radweg entlang dieser Straße entfallen“, so Holz. Diekamp hob hervor, dass die Antwort dazu in den politischen Gremien gesucht werden müsse. Die DBU stelle sich diesem Wunsch aber nicht entgegen. Nach der Brutvogelkartierung sei die DBU nun in der Planung für die Offenfläche und für ein Wasserkonzept. Die Besucherlenkung werde dann ein weiteres Thema für die Zukunft sein.

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