1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Luedinghausen
  6. >
  7. Ein Flaggschiff entsteht

  8. >

Erweiterung der Stadtbücherei St. Felizitas

Ein Flaggschiff entsteht

Lüdinghausen

Stolze 385 000 Euro werden in die Innengestaltung der Stadtbücherei investiert. Das erklärte Bernadette Hartmann, die Sprecherin des Büchereirates der Kirchengemeinde St. Felizitas. 204 000 Euro davon kommen vom Land. Im Sommer sollen die Umbau- und Erweiterungsarbeiten der Bibliothek starten.

Peter Werth

Ende August wird die Stadtbücherei St. Felizitas ihre Pforten schließen. Gut ein halbes Jahr sollen die Erweiterungsarbeiten dauern, pro­gnostiziert Bernadette Hartmann (kl. Foto) vom Büchereirat der Kirchengemeinde.     Foto: wer/Architekturbüro Leistungsphase

Deutlicher heller und großzügiger – so wird sich nach der Erweiterung die Stadtbücherei St. Felizitas präsentieren. Von bislang knapp 390 auf dann 570 Quadratmeter wird die Fläche vergrößert. Viel Licht kommt durch neue Fenster an der Steverseite in den Lesesaal. Dazu wird ein zweigeschossiger Anbau im hinteren Bereich des Gebäudes an der Steverstraße entstehen. Das erklärte Dr. Bernadette Hartmann, die Sprecherin des Büchereirates der Kirchengemeinde St. Felizitas. 385 000 Euro werden Stadt und Kirchengemeinde als Träger der Bücherei allein in die Ausstattung investieren. „204 000 Euro werden vom Land übernommen“, sagt Hartmann. Alle Pläne für die neue Bücherei am alten Standort seien inzwischen von der Stadt, aber auch der Kirchengemeinde abgesegnet. „Das wird ein Flaggschiff im ländlichen Raum“, sagt Hartmann.

Das Untergeschoss der Bücherei Foto:

Zweistöckiger Anbau mit Aufzug

Die mit der Vergrößerung einhergehende Modernisierung werde die Einrichtung zu einer Vorzeige-Bi­bliothek machen, ist Hartmann überzeugt. Bei der Neukonzeption wird die Kirchengemeinde vom Nordkirchener Architekturbüro „Leistungsphase“ unterstützt. „Wir selbst haben ja keine Erfahrung darin“, sagt Hartmann. So soll im vorderen Bereich der Bücherei auch Platz für ein kleines Café sowie gemütliche Leseinseln und PC-Plätze sein, bei Bedarf können in diesem Teil auch Veranstaltungen stattfinden. Im hinteren Abschnitt des Gebäudes soll ein kleiner Lesegarten angesiedelt werden. Und: Ein zweistöckiger Anbau wird zusätzlichen Platz schaffen. Das Obergeschoss wird dann auch über einen Aufzug erreicht. Dort soll ein zusätzlicher Raum für kleine Gruppen eingerichtet werden.

„Die Besucher sollen sich hier wohlfühlen. Mit neuen Angeboten soll die Aufenthaltsdauer in der Bibliothek deutlich verlängert werden. Wir sind ja kein Büchersupermarkt – ausleihen und wieder weg“, sagt Hartmann schmunzelnd. So könnten Schüler in einer Freistunde hier in Ruhe stöbern oder für Referate Informationen einholen. Willkommen seien natürlich wie bisher ganze Schulklassen.

Aktion „Leihen Sie uns leer“

Für die Bauarbeiten muss die Stadtbücherei allerdings monatelang geschlossen werden. Das wird wohl Ende August geschehen. Aus diesem Anlass planen die Verantwortlichen eine besondere Aktion. Unter dem Motto „Leihen Sie uns leer“ können die Nutzer bis zu 40 verschiedene Medien – Bücher, (Computer-)Spiele, DVD aus dem Bestand – für einige Monate mit nach Hause nehmen. Der Grund: „Wir werden Probleme bekommen, wenn wir unsere insgesamt über 36 000 Medien irgendwo einlagern müssen“, erklärt Hartmann. Darüber hinaus suche die Bücherei noch nach einer räumlichen Zwischenlösung in der Innenstadt, in der der Büchereibetrieb provisorisch und auf Sparflamme weiterlaufen könne.

Besonders dankbar seien die Verantwortlichen in der Kirchengemeinde schon jetzt den Mitarbeitern – haupt- wie ehrenamtlichen – der Bücherei. „Ohne ihr Engagement wäre all dies so nicht leistbar“, betont Hartmann. Man wisse, dass das Ganze „personell sehr eng gestrickt“ sei. Mit der Wiedereröffnung der Stadtbücherei rechnet sie für Ostern 2018 – „wenn denn jetzt endlich der Bauantrag gestellt wird“.

Startseite