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Chaos im „Hotel Mama“

Eine völlig „verruckte Familje“

Seppenrade

Für wahre Lachsalven im Publikum sorgte die Theatergruppe Seppenrade bei der Premiere von „Ne verruckte Familje“ am Samstagabend. Wer da mit wem busselt, war nur eine von vielen Fragen . . .

Michael Beer

Hoch her ging es bei Familie „Witzig“:  da wurde gebusselt, gestritten, es tagte gar ein Familiengericht, doch am Ende herrschte natürlich wieder Harmonie zwischen allen Generationen. Foto: mib

Für viel Spaß und beste Unterhaltung sorgte die Theatergruppe Seppenrade mit dem plattdeutschen Lustspiel „Ne verruckte Familje“, das seine Premiere am Samstag im voll besetzten Heimathaus feierte. Von Beginn an sorgten flotte Sprüche und Situationskomik für viel Applaus und Lachsalven. Nicht nur die „alten Hasen“ der Theatergruppe liefen dabei zur Hochform auf, auch die drei jungen Laiendarsteller ließen sich das Lampenfieber bei ihrem Debüt nicht anmerken.

Stefan Witzig (Reinhold Pieper) sieht seine Frau Vera (Annegret Mennemann) nur ganz selten, da diese sich nur noch um die Renovierung der Kirche, den Basar und den Pastor (Bernhard Wedding) kümmert. Der Kerl hat bei ihr nichts zu lachen. Ihre erwachsenen Kinder Alex (Markus Franke), Kerstin (Jule Rottmann) und Marie (Julia Hecker) wohnen noch im „Hotel Mama“ und gehen den Eltern auf den Geist. Für Stimmung im Haus sorgt Opa Gustav (Andreas Westrup), der hinter jedem Geschöpf mit einem Rock her ist. Dessen Frau Gerda (Hildegard Lohmann) ist ein wenig durcheinander. Sie will immer nur auf eine Beerdigung. Plötzlich wird Stefan Witzig inflagranti mit Carmen Rost (Maria Terjung), der besten Freundin seiner Frau, erwischt. Auch Nachbarin Anni Wohlrabe (Sonja Schemmer) wird Zeugin dieses „Ehebruchs“. Das „Familiengericht“ tagt und die Beklagten werden freigesprochen, da Stefan und Carmen Rost mit dem Flirt nur Vera darauf aufmerksam machen wollten, dass sie noch eine Familie hat, um die sie sich kümmern muss, was Vera dann auch einsieht. Ein etwas anderes Finale dieser Komödie.

Nur einer von vielen flotten Sprüchen, der für Erheiterung sorgte

Die Rollen waren den Akteuren auf den Leib geschrieben. Die flotten Sprüche, „Wenn die den Mund aufmacht, versteckt unsere Katze ihre Jungen“, oder „Am Sonntag Fußball spielen ist keine Sünde. Eine Sünde aber ist es, wie ihr spielt“, oder „Ein Klassentreffen ist wie immer, alte Gesichter, neue Zähne“, sorgten für wahre Lachsalven.

Recht hatte Opa Gustav, als er feststellte, „Wenn ich mal nicht mehr bin, gibt es nur noch Verrückte in dieser Familie“.

Der Applaus des zufriedenen Publikums wollte nach den vergnüglichen Stunden nicht enden. Wer sich gern noch in der plattdeutschen Mundart unterhalten lassen möchte, muss sich sputen, denn es sind nur noch wenige Restkarten für die weiteren Aufführungen im Modehaus Greiwe erhältlich.

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