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Umweltausschuss: Pflegemaßnahmen im städtischen Grün

Einer fällt, zwei werden gepflanzt

Lüdinghausen

Um die Baumpflegemaßnahmen der vergangenen Saison ging es in der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses. Der städtische Grünbeauftragte Heinz Helmut Steenweg stellte der Politik die entsprechenden Maßnahmen vor.

Von Peter Werth

Heinz Helmut Steenweg stellte im Umweltausschuss der Stadt Lüdinghausen den Grünflächenbericht vor. Foto: ae

Das Ziel, das Heinz Helmut Steenweg in der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses formulierte ist eindeutig: „Zwei neue für einen alten.“ Heißt: Wenn ein Baum im Stadtgebiet gefällt werden müsse, sollten zwei neue gepflanzt werden. In der Statistik der vergangenen beiden Jahrzehnte von 1999 bis 2019 sieht das laut dem städtischen Grünbeauftragten so aus: „2650 Fällungen stehen bislang etwa 3700 neue Bäume gegenüber.“ Da ist also noch Luft nach oben.

Detailliert schilderte Steenweg den Kommunalpolitikern die im vergangenen Winter 2020/21 durchgeführten Pflegemaßnahmen. Dabei seien auf 25 Teilflächen im Innenbereich Arbeiten durchgeführt worden – insbesondere das „auf den Stock setzen“. Im Außenbereich seien in den Bauerschaften – unter anderem in Leversum, Emkum, Berenbrock, Elvert und Bechtrup – Gehölzarbeiten durchgeführt worden.

Pflegemaßnahmen an 509 Bäumen durchgeführt

Für den kommenden Winter kündigte Steenweg 30 größere Maßnahmen an. Dazu zählen unter anderem Bereiche der Spiel- und Bolzplatzes Ackerrain, An den Kämpen, Roggenkamp, Tüllinghoff-Nord, Wiesengrund sowie an der Ascheberger Straße. Eine „Sichtachse“ solle im Bereich des Spielplatzes Nelly-Sachs-Straße an der Ostenstever durch Rückschnitt eines Teils der Bepflanzung geschaffen werden.

Im ablaufenden Jahr habe die Stadt Pflegemaßnahmen an 509 Bäumen durchführen lassen. „Schwerpunktmäßig ist das Totholzentfernung gewesen“, erläuterte Steenweg im Umweltausschuss. Zudem hätten 61 Bäume gefällt werden müssen. 55.000 Euro habe die Stadt dafür bislang aufgewendet. In den kommenden Monaten müssten zudem 130 weitere Bäume – 85 im Außen-, 45 im Innenbereich – gefällt werden. 25 fielen geplanten Baumaßnahmen zum Opfer, die übrigen müssten aus Verkehrssicherungsgründen abgeholzt werden. Als Ausgleich werden in der kommenden Pflanzsaison 170 neue Bäume gesetzt.

103 Baumarten in der Stadt gezählt

Eine größere Fällung von Eichen und Birken hat es darüber hinaus in jüngerer Zeit entlang der Selmer Straße gegeben. Diese Bäume seien abgestorben. Der Landesbetrieb Straßen.NRW habe aus Sicherheitsgründen eine Fällung angemahnt. In diesem Jahr noch werde mit der Wiederaufforstung gestartet.

Steenweg sprach auch die Probleme, die durch die vergangenen trockenen Sommer entstanden sind, an. „Wir versuchen durch massive Kronenreduktion Bäume zu erhalten.“ Vornehmlich für junge, frisch gepflanzte Bäume kämen die Wassersäcke zum Einsatz. Da habe die Stadt noch einmal nachgelegt.

103 Baumarten im Innenbereich haben Steenweg und sein Team erfasst. Stieleiche (1719 Stück) und Winterlinde (1372 Stück) machten dabei das Gros aus. Künftig sollen vermehr „Klimabäume“ gepflanzt werden. Dazu zählen unter anderem Feldahorn, Hopfenbuche und Mehlbeere.

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