1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Lüdinghausen
  6. >
  7. Endlich wieder laut gelacht

  8. >

„Theater PUR“ zeigt Komödie „Elternzeit“ im Ricordo

Endlich wieder laut gelacht

Lüdinghausen

„Elternzeit“: Mit der Komödie mit Wiedererkennungswert strapazierte das „Theater PUR“ im Ricordo die Lachmuskeln des Publikums. Aus aktuellem Anlass entschloss sich das Ensemble zu einer Spendenaktion.

Von Arno Wolf Fischer

Zwei Agenturdamen übersetzten mit ihrem Tablet die Sprache der weinenden Mutter ins Deutsche: „Jetzt ist sie weg!“ Foto: Arno Wolf Fischer

Ehrliches und ungezwungenes Lachen auch in schwierigen Zeiten lautete die Devise am Freitag- und Samstagabend im Ricordo. Dass die Ricordo-Stammgäste „Theater PUR“ aus Olfen trotz erzwungener Coronapause alles andere als untätig gewesen sind, konnten sie vor vollem Haus mit der Komödie „Elternzeit“ von Bernd Spehling unter Beweis stellen.

„Wir hoffen, dass sich das Publikum darin wiederfindet“, äußerte sich Spielleiter Marcus Dorweiler erwartungsvoll. Die Prämisse des Stückes bietet dafür jedenfalls viele Gelegenheiten: Der Auszug der erwachsenen Tochter, die in der Theorie nun „alleine lebensfähig“ ist. Das gilt in diesem Fall solange, bis ihre nächste Nachricht mit der Bitte um eine dringende Überweisung eintrifft. Wissende Blicke in den Reihen des Publikums begleiteten die Darbietung.

Jagd auf „scharfen Apotheker“

Das Szenario bietet zwar jede Menge neue „Elternzeit“ für das Paar Rufus und Rieke Sögel, gespielt von Marcus und Rabea Dorweiler. Doch ob das der Ehe gut tut? Dazu kommt der Einfluss von Sandra (Birgitt Gosejohann), die ihre beste Freundin Rieke sogleich fürs nächste Club-Abenteuer und die Jagd auf den „scharfen Apotheker“ einspannen will. Helfen soll die Elternagentur „Zartbitter“, die in „denglischem“ Coaching-Jargon verspricht die Beziehung zu reparieren.

Freundin Sandra (r.) spendet der betrübten Mutter vermeintlich guten Rat. Foto: Arno Wolf Fischer

Zweifelhafte Ideen wie der Besuch des Masseurs Rodrigez (Erich Walter) sollen so etwa Ehefrau Rieke beglücken, aber treffen bei Vater Rufus auf wenig Verständnis. Wie sich die Beziehung der beiden entwickelt signalisiert der voranschreitende Kalender auf der Bühne, bis sich Tochter Palina (Marie Probst) beim Heimatbesuch plötzlich mit der unerwarteten Zweisamkeit ihrer Eltern konfrontiert sieht.

Den Humor des Publikums traf das „Theater PUR“ in jedem Fall. „Mal wieder so richtig laut lachen“, hatte Regisseur Dorweiler treffend angekündigt: „Dafür strengen wir uns an.“

Teilerlös für die Ukrainehilfe

Aus aktuellem Anlass hatte sich die Gruppe entschlossen einen Teil der Einnahmen für die Ukrainehilfe der Aktion „Lichtblicke“ zu spenden. Eine Ankündigung, die, genau wie die Darbietung selbst, auf anhaltenden Applaus stieß. Nach den Vorstellungen in Lüdinghausen gastiert „Theater PUR“ am 18. und 19. März jeweils um 20 Uhr in der Stadthalle Olfen, wo wieder heißt: „Das Leben als Eltern ist wie eine Praline: Mal zart, mal bitter.“

Startseite
ANZEIGE