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Bauvorhaben an Seppenrader Kreuzung

Erster Entwurf für zwei Areale

Seppenrade

Es geht voran: Aus 14 Entwürfen für zwei Areale an der Kreuzung mitten in Seppenrade haben die Kommunalpolitiker inzwischen einen Favoriten ausgewählt. Nun geht‘s an die Detailplanung.

Der Eigentümer des ehemaligen Bank-Gebäudes an der Dattelner Straße 1 (l.) sowie der Immobilie an der Halterner Straße 1 (r.) möchte beide Bereiche entwickeln. Foto: awi

Obwohl die Planungen für zwei Areale an der Kreuzung mitten in Seppenrade noch ganz am Anfang sind, haben die Kommunalpolitiker schon kritisch wie hitzig – insbesondere im Gestaltungsbeirat – darüber diskutiert: Aus den 14 Entwürfen, die das Team des Lüdinghauser Architekturbüros „Spital-Frenking + Schwarz“ angefertigt und vorgelegt hat, ist inzwischen ein Favorit hervorgegangen. Diese „erste Entwurfsplanung“ – wie deren Ersteller betonen – stand am Donnerstag während der Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planen und Stadtentwicklung auf der Agenda.

Was ist angedacht? Der Neueigentümer des einstigen Bank-Gebäudes an der Dattelner Straße 1 sowie der Immobilie an der Halterner Straße 1, die momentan unter anderem eine Eisdiele beherbergt, möchte beide Bereiche entwickeln. Laut Verwaltungsvorlage will er „ein modernes Wohnangebot in zentraler Lage“ schaffen, „das durch einzelne gewerbliche Flächen im Erdgeschoss der ehemaligen Volksbank ergänzt wird“. Bevorzugt wird an dieser Stelle ein Bestandsumbau, gegenüber bei der Eisdiele soll neu gebaut werden – um die Fläche, auf der sich jetzt ein Parkplatz befindet, „intensiver ausnutzen“ zu können, wie es weiter heißt.

Allerdings sieht der aktuelle Bebauungsplan „Freistraße“ vor, ein Sichtfeld freizulassen. Diese Vorgabe stamme jedoch, wie ein Mitarbeiter vom „Spital-Frenking + Schwarz“-Büro den Kommunalpolitikern erläuterte, aus einer Zeit, als es weder die Ampel noch die Ortsumgehung gab. Inzwischen sei der Verkehr besser geregelt und das Fahrzeugaufkommen geringer. Deshalb könne auf das Sichtfeld verzichtet werden – und das Areal großzügiger bebaut werden. Denn das sieht die erste Entwurfsplanung vor.

Das klang für die Ausschussmitglieder logisch: Sie votierten einstimmig für die notwendige Bebauungsplanänderung, um die architektonischen Zeichnungen weiter konkretisieren zu lassen.

Generell zeigten sich alle Fraktionsvertreter begeistert, dass im Herzen des Rosendorfs erneut die Bagger anrücken: Es sei gut, das alte Bank-Gebäude zu erhalten, sagte Dagmar Stallmann von der SPD, die sich sicher ist, mit dem derzeit favorisierten Planungsentwurf auf dem richtigen Weg zu sein. Allerdings hinterfragte sie, ob es sinnvoll ist, den Neubau direkt an der Straße zu platzieren – oder wie sie es formulierte: „Bade- und Wohnzimmer auf die Ampel zu setzen“ – und die Stellplätze für Autos im hinteren Teil des Areals anzulegen. Stadtplaner Sebastian Otto entgegnete, dass es sich um eine „innerdörfliche Lage“ handele und dort generell „kein geschütztes Wohnen möglich“ sei. Er und andere Verwaltungsvertreter würden den Vorschlag der beauftragten Architekten begrüßen. Aber: „So weit sind wir ohnehin noch nicht“, verwies er nochmals auf den frühen Status des Projekts.

Bernhard Möllmann (CDU) betonte, dass seine Partei begrüße, dass sich die Gestaltung – unter anderem mit Schrägdach und Klinkerfassaden – an die architektonische Gestaltung der umliegenden Gebäude anlehne.

Die Idee der kleinen öffentlichen Plätze, wie sie bereits am Neubau auf der Ecke Dülmener Straße/Hauptstraße umgesetzt ist, findet wiederum Eckart Grundmann von den Grünen „charmant“.

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