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Neuer Musikschulleiter in Lüdinghausen startet

„Es ist, wie nach Hause zu kommen“

Lüdinghausen

Von und

Seinen ersten Arbeitstag als neuer Leiter des Musikschulkreises Lüdinghausen hatte in dieser Woche Matthias Lichtenfeld. „Ich konnte es kaum erwarten, endlich anzufangen“, berichtet er. Nun möchte er sich mit viel Tatendrang seinen neuen Aufgaben widmen.

In den vergangenen Jahren hat Lichtenfeld immer den Kontakt nach Lüdinghausen und zur Musikschule gehalten und kennt die meisten Spielstätten in den Mitgliedsgemeinden. „Für mich ist es, wie nach Hause zu kommen“, sagt der 43-Jährige, der seine Kindheit und Jugend im Musikschulkreis Lüdinghausen verbracht hat. Nichtsdestotrotz möchte er sich nun erst einmal ein Bild vom Musikschulkreis machen, die Mitgliedskommunen besuchen und die Lehrer kennenlernen, heißt es in einer städtischen Pressemitteilung. „Zu Anfang müssen folgende Fragen beantwortet werden: ,Wo stehen wir?‘ und ,Wo wollen wir hin?‘“ Hierzu werde er sich in den kommenden Wochen unter anderem mit den Bürgermeistern der Städte und Gemeinden Nordkirchen, Olfen, Senden, Werne und Lüdinghausen austauschen.

Pandemie bremst Gemeinschaftserlebnis

Sein großer Wunsch sei, dass die Kinder wieder in den Chören und Ensembles zusammenkommen dürfen. Das Gemeinschaftserlebnis, das die Musik doch eigentlich so sehr ausmacht, komme aufgrund der Pandemie zu kurz. Ein wichtiges Ziel für die Zukunft sei es, die Kinder-Chorarbeit in allen Mitgliedskommunen fest zu etablieren und den Elementarbereich durch Kooperationen mit Kindergärten und Schulen weiter auszubauen. „Es gibt bereits ein gutes Fundament, aber wir können noch mehr anbieten“, so Lichtenfeld. So seien zum Beispiel im Ganztagsangebot der weiterführenden Schulen sicherlich einige Arbeitsgruppen möglich.

Lichtenfeld hat Instrumentalpädagogik im Fach Elementare Musikpädagogik und Viola/Violine sowie Ensemble- und Orchesterleitung an der Musikhochschule Detmold studiert und ein Zusatzfachstudium am Richard-Strauss-Konservatorium München absolviert. Zuletzt unterrichtete er als Lehrbeauftragter an der Universität Durham in England Studierende im Fach Dirigieren.

Musik hilft beim Kontakte-Knüpfen

Auf die Frage, was Musik für ihn persönlich bedeutet, sagt Lichtenfeld: „Ich kann mich gar nicht erinnern, mal keine Musik gemacht zu haben. Ohne Musik würde mir etwas fehlen.“ Die Musik sei ein Medium für die Gesellschaft, um in Kontakt zu kommen. Nicht umsonst seien daher gerade für Jugendliche der Austausch mit Gleichaltrigen und Angebote wie Musikfreizeiten so wichtig. „Ich hoffe sehr, dass solche Fahrten bald wieder stattfinden dürfen“, sagt Lichtenfeld. „Das ist der Anker, den wir als Musikschule für die Jugendlichen werfen.“

Nun freue er sich darauf, gemeinsam mit seiner Frau und seinen Kindern in der „Familienstadt“ Lüdinghausen anzukommen.C90