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Umbau der Stadtbücherei St. Felizitas

Es kann endlich losgehen

Lüdinghausen

Monatelang haben die Verantwortlichen darauf gewartet, jetzt ist sie da: die Genehmigung für den Umbau der Stadtbücherei St. Felizitas. Ursprünglich sollte der Startschuss bereits im Sommer fallen. Durch die Verzögerung lässt sich die geplante Wiedereröffnung zu Ostern 2018 nicht mehr realisieren.

Anne Eckrodt

Die Stadtbücherei St. Felizitas kann nun umgebaut werden. Allerdings ist der ursprüngliche Zeitplan nicht mehr zu halten. Foto:

Das Warten hat ein Ende: Die Genehmigung für den Umbau der Stadtbücherei St. Felizitas ist da. „Sie war am Mittwoch in der Post“, berichtete Joan Hendrik Rüschkamp, Eigentümer des Gebäudes, am Donnerstag auf Anfrage der WN. Noch am selben Tag hat er sich mit Architekt Arno Meyer zusammengesetzt, um sich über die Auftragsvergabe für die Hauptarbeiten abzustimmen. „Wir haben im Vorfeld mit allen Firmen gesprochen. Sie benötigen circa drei Wochen Vorlauf“, teilte Meyer mit.

Arno Meyer

Der Architekt rechnet damit, dass Anfang November die Abbrucharbeiten – ein Schuppen und ein Treppenabsatz im hinteren Teil des Grundstücks müssen weichen – beginnen können. Zusammen mit seiner Kollegin Tanja Werner vom Architekturbüro Leistungsphase, die sich im Wesentlichen um den Innenausbau kümmert, erarbeitet Meyer jetzt einen neuen Zeitplan. Am 6. November gibt es dazu ein Treffen mit allen Beteiligten. Klar ist bereits, dass sich die ursprünglich für Ostern 2018 vorgesehene Wiedereröffnung nicht mehr realisieren lässt. Denn dazu hätte der Baustart – wie anfangs geplant – im Juli/August erfolgen müssen. Meyer: „Wir liegen also zwei bis drei Monate hinter der ursprünglichen Planung.“

Peter Mählmann

Am Donnerstag überwog jedoch die Freude über die endlich erteilte Baugenehmigung durch den Kreis Coesfeld. „Gut, dass es jetzt losgehen kann – wir haben ja auch lange genug darauf gewartet“, betonte Hugo Kleuter vom Büchereirat der Pfarrgemeinde St. Felizitas. Ins gleiche Horn stießen auch der Beigeordnete Matthias Kortendieck und Büchereileiter Peter Mählmann. Letzterer macht voraussichtlich bis Ende des Jahres mit seinem Team in den alten Räumen weiter. Dann jedoch ist eine vorübergehende Schließung der Einrichtung unumgänglich, weil Durchbrüche erforderlich sind. „Zurzeit laufen Gespräche für eine Übergangslösung, damit wir an anderer Stelle in der Stadt mit einem reduzierten Angebot präsent bleiben können“, so Mählmann.

Joan Hendrik Rüschkamp

Das Büchereigebäude an der Steverstraße bekommt im hinteren Teil einen zweigeschossigen Anbau mit Holzverkleidung. Durch den gelangen die Besucher in einen kleinen Lesegarten. Zudem wird das Obergeschoss über einen Aufzug erreichbar sein. Durch den Umbau erweitert sich die Nutzfläche von knapp 390 auf rund 570 Quadratmeter. Apropos: Das Gebäudeinnere wird nachher nicht wiederzuerkennen sein – auch dank komplett neuer Bibliothekstechnik. Beispielsweise entsteht neben dem Eingang eine 24-Stunden-Rückgabe, für die das KAKTuS-Schaufenster weichen muss. Neben Informations- und Gesprächstresen gibt es künftig auch Selbstverbuchungsterminals sowohl für die Ausleihe als auch für die Rückgabe. Außerdem sind neben einer Kaffeeecke eigene Bereiche für Kinder und Jugendliche mit Platz für Lesungen und andere Veranstaltungen vorgesehen.

Für die Innengestaltung sind Kosten von rund 385 000 Euro veranschlagt, wobei der überwiegende Teil – 340 000 Euro – förderfähig ist. Vom Land gibt es einen Zuschuss von 60 Prozent. Die verbleibenden Kosten teilen sich die Stadt (zwei Drittel) und die Kirchengemeinde St. Felizitas (ein Drittel). „Ich hoffe, dass es jetzt zügiger vorangeht als bisher. Uns wurden ja genügend Steine in den Weg gelegt“, betonte Rüschkamp.

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