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Nabu zeichnet Haus der Familie Pierick aus

Fledermäuse sind als Untermieter willkommen

Lüdinghausen

Unter ihrem Dach gewährt die Familie Pierick seit vielen Jahren auch etwa 40 kleinen Fledermäusen Unterschlupf. Die Tiere leben im Doppelmauerwerk des Daches, Dafür wurden die Hausbesitzer jetzt vom Nabu ausgezeichnet.

Dorota und Dieter Pierick freuen sich über die Auszeichnung des Nabu für ihr fledermausfreundliches Haus Foto: Reinhard. Loewert

Welches Säugetier fliegt mit den Händen, sieht mit den Ohren und hängt zum Schlafen kopfunter an der Wand? Solche Fragen kann die Lüdinghauserin Dorota Pierick pro­blemlos beantworten. Zum einen, weil sie sich in ihrem Haus über diese kleinen Tiere als Mitbewohner freut und zum anderen, weil sie sich durch Schriften des Naturschutzbundes (Nabu) NRW informiert hat.

Diese Informationen erhielt sie mit Unterstützung von Fledermausfreund Reinhard Loewert vom Nabu-Kreisverband Coesfeld, AG Fledermausschutz, von der Zentrale des Nabu-Landesverbands NRW, aus Düsseldorf, heißt es in einer Pressemitteilung. Dort ist vor vielen Jahren ein Aktionsprogramm für Privatpersonen oder Gemeinden gestartet worden. Dabei werden Meldungen von Fledermausvorkommen in Häusern durch einen örtlichen Experten überprüft. In diesem Fall von Reinhard Loewert, der seit über 20 Jahren aktiv im Fledermausschutz des Kreises Coesfeld ehrenamtlich tätig ist.

Kleine Krümel auf der Fensterbank

Im Doppelmauerwerk des Daches vom Haus der Familie Dorota und Dieter Pierick an der Straße Zur Weide leben saisonabhängig schon seit mehr als 30 Jahren etliche Fledermäuse. Ihr Leben ist unauffällig und störe niemanden, berichtet Loewert. Bis auf gelegentliche Hinterlassenschaften als kleine Krümel auf einem Fensterbrett seien die eher in der Dämmerung aktiven Tiere eigentlich nicht zu bemerken. Im Sommer können es schon mal etwa 40 Fledermäuse sein. Diese hätten eine Körpergröße von durchschnittlich fünf Zentimetern und vier Gramm Gewicht.

An ihrem Haus dürfen Dorota und Dieter Pierick nun eine schön gestaltete Plakette anbringen. Zusätzlich gibt es laut Mitteilung noch eine Urkunde als Lob und Dank für die weitere Gewährung der Quartiers für die vom Aussterben bedrohten Fledermäuse.

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