Der gebürtige Lüdinghauser Alexander Pernhorst zeigt Kunst in seiner Arthouse-Galerie

Fotografie, Malerei, Installation

Lüdinghausen

Alexander Pernhorst modelt seit 21 Jahren. Dafür ist er weltweit unterwegs. Fünf Jahre hat er in den USA gelebt. Seit einem Jahr ist er – wegen der Corona-Pandemie – wieder in seiner Geburtsstadt. Hier hat er zu malen begonnen. In einer Arthouse-Galerie präsentiert er jetzt seine Bilder und Fotografien.

Peter Werth

Alexander Pernhorst ist ein vielseitiger Künstler. In seiner Arthouse-Galerie präsentiert er gemeinsam mit seiner Partnerin Annika Papenbrock Fotografien, abstrakte Malerei und Installationen. Foto: Peter Werth

Einen Mangel an Fantasie und Experimentierfreude kann Alexander Pernhorst niemand vorwerfen. Der gebürtige Lüdinghauser, der seit 21 Jahren weltweit als Model unterwegs ist, hat, nachdem er bereits vor 14 Jahren das Fotografieren für sich entdeckt hat, vor gut einem Jahr mit der Malerei begonnen. Das, so erzählt der 46-Jährige, der im Zuge der Corona-Pandemie seinen Lebensmittelpunkt von Los Angeles wieder nach Lüdinghausen verlegt hat, hat auch mit der einen oder anderen Wendung in seinem Leben zu tun. So ist vor einem Jahr sein Vater gestorben.

Nicht zuletzt habe natürlich die Corona-Krise ein Übriges getan, für Veränderungen in seinem (Berufs-)Leben zu sorgen: „Die hat für einen Cut im Business gesorgt.“ Seinen Antrieb zu malen formuliert er so: „Ich habe gespürt, ich muss das machen.“ Er sei seinem In­stinkt gefolgt. Mit seinen abstrakten Bildern wolle er, „Gefühle, die ich durchlebt habe, ausdrücken“. Entstanden sind dabei farbenfrohe, aussagekräftige Formate, die dem Maler wie auch dem jeweiligen Betrachter viel Raum für eigene Interpretation lassen.

Gebürtiger Lüdinghauser ist modelnder Weltenbummler

Seine Arbeiten – ergänzt durch Werke seiner Partnerin Annika Papenbrock – will Pernhorst jetzt in einer Arthouse-Galerie präsentieren. Gleichsam im häuslichen Umfeld. Dafür stehen neben den Wohnräumen auch Keller und Außenbereich als Ausstellungsfläche zur Verfügung. Dort will der modelnde Weltenbummler, der mit „AP4good“ ein eigenes Mode-Label entwickelt hat, nicht nur die Bilder des vergangenen Jahres zeigen, sondern auch viele der seit 2007 entstandenen fotografischen Motive.

Die, so erzählt Pernhorst, sind vielfach in New York entstanden und schon in verschiedenen Ausstellungen – unter anderem in der Galerie Nolte in Münster – gezeigt worden. Die Millionenmetropole an der US-Ostküste wie auch deren Bewohner hätten ihn immer wieder neu inspiriert. Zusammengefasst sind diese Arbeiten unter dem Signet „NY4Real“. Zu sehen sind aber auch Fotografien, die auf Reisen rund um den Globus entstanden sind. So hat ihn seine Tätigkeit als Model unter anderem nach Südafrika, Japan, Thailand und in verschiedene europäische Metropolen von London über Paris bis Mailand geführt. Die dabei gesammelten vielfältigen Erfahrungen, Erlebnisse und gewonnenen Freundschaften hätten sein Leben bereichert, sagt Pernhorst.

Mit „AP4good“ ein eigenes Mode-Label entwickelt

Wobei er mit Blick auf seine Arbeit als Model auch feststellt: „Glamour ist da selten. Wenn er da ist, ist es schön.“ Insgesamt sei der Job aber ein durchaus hartes Brot. Übernachtungen in Luxus-Hotels, wie dies etwa bei Heidi Klums „Germany‘s Next Topmodel“ suggeriert werde, kämen doch eher selten vor. Man übernachte auch schon mal in einem Hotel, in dem man sich morgens das Bad mit einer Kakerlake teilen müsse, erzählt der 46-Jährige mit einem Schmunzeln. Jetzt allerdings konzentriere er sich auf seine künstlerische Arbeit, zu der auch eine Video-Installation zählt. Äußeres Zeichen dieser Neuausrichtung ist nun die Arthouse-Galerie, die ab sofort geöffnet ist.

Wer die Arthouse-Galerie von Alexander Pernhorst besuchen will, muss sich vorher unter  01 72/7 30 52 62 oder per E-Mail an info@ap4good.com anmelden. Dort erfahren Interessierte dann auch den Ort der Ausstellung. Alle ausgestellten Arbeiten sind käuflich.

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