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Umweltausschuss diskutiert Mobilität

Fragen-Marathon zum Konzept

Lüdinghausen

Fast zwei Stunden lang wurde im Umweltausschuss über das Mobilitätskonzept diskutiert. Obwohl der Beigeordnete Matthias Kortendieck im Zuge der Änderungswünsche noch einmal deutlich machte, „dass das Konzept eine Expertise eines Fachbüros ist“.

Von Ann-Christin Frank

Wenn es nach der Grünen-Fraktion geht, dann sollen Busse zwischen Lüdinghausen und Foto: acf

Eigentlich hätte der Umweltausschuss das Mobilitätskonzept schnell abhandeln können, sodass es im Rat mit der Empfehlung des Umweltausschusses am 15. September beschlossen werden kann.

In einer entsprechenden Tischvorlage hatte die Verwaltung den Fraktionen noch die Möglichkeit eingeräumt, bis zur Ratssitzung Anträge einzureichen, die dann als Anhang hinter das bestehende Konzept geheftet werden.

Verwirrendes Fragespiel

Doch die knapp zweistündige Diskussion zum Konzept im Umweltausschuss, zeigte, welchen Stellenwert die Fraktionen dem Thema Mobilität in den kommenden Jahren zuschreiben – und wie unterschiedlich die Parteien einzelne Teilbereiche gewichten. Irgendwann waren diese mit ihren Abänderungsanträgen, Fragen und Umformulierungswünschen allerdings an einem Punkt angekommen, den das CDU-Ratsmitglied Volker Höring nur noch mit den Worten „hier kommt doch keiner mehr mit“ kommentieren konnte.

Vorangegangen war dieser Aussage zunächst ein Fragen-Marathon von SPD-Mann Dirk Havermeier, der sich rund 35 Stellen im Mobilitätskonzept noch einmal von Ingenieurgesellschaft Brilon Bondzio Weiser erläutern ließ. Sein ursprüngliches Ansinnen war allerdings noch ein ganz anderes, denn zuvor stellte Havermeier noch den Antrag, dass das Konzept im Rahmen eines Workshops noch einmal gemeinsam mit den Bürgern der Stadt beraten wird. Im Vorfeld habe es zwar solche Beratungen gegeben, aber das finale Konzept sei vielen einfach nicht bekannt, so Havermeiers Meinung. Sein entsprechender Antrag fand im Ausschuss allerdings keine Mehrheit.

Verwaltung sammelt Anträge

Im Zuge der Änderungswünsche, die insbesondere die Sozialdemokraten und die Grünen äußerten, machte der Beigeordnete Matthias Kortendieck noch einmal deutlich, „dass das Konzept eine Expertise eines Fachbüros ist. Und das Werk als solches durch das Gutachterbüro abgeschlossen und unveränderbar ist. Die Fraktionen können noch deutlich machen dass sie anderer Meinung sind, indem sie noch Schwerpunkte beantragen“.

Die Grünen kündigten in diesem Zusammenhang bereits an, dass sie noch Anträge zur halbstündigen Bus-Taktung sowie zum Vorrang des Radverkehrs einreichen würden.

Die Verwaltung will in den kommenden zwei Wochen nun die Anträge sammeln und diese dann als Anhang zum Konzept in den Fachausschüssen aufbereiten. Dieser Vorschlag fand letztendlich mehrheitlich Zustimmung – bei sieben Enthaltungen.

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