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„Was ihr wollt“ beim KAKTuS-Sommerfestival

„Frei-komisch nach Shakespeare“

Lüdinghausen

Theaterschauspieler Bernd Lafrenz brachte im Rahmen des KAKTuS-Sommerfestivals die Komödie „Was ihr wollt“ auf die Bühne an der Burg Lüdinghausen. Dabei spielte er 18 Rollen im Alleingang und entlockte dem Publikum so manchen Lacher.

Von Arno Wolf Fischer

Sorgfältig ausgewählt hatte Bernd Lafrenz seine Requisiten: Besonders der kreative Einsatz eines BHs als Kopfbedeckung sorgte für jede Menge Gelächter. Foto: Arno Wolf Fischer

Wandelbarkeit und die nötige Bühnenpräsenz um ein Stück mit 18 Rollen im Alleingang aufzuführen: Dass Theaterschauspieler Bernd Lafrenz damit aufwarten kann, stellte er am Freitag bei seinem Auftritt im Rahmen des KAKTuS-Sommerfestivals unter Beweis.

„Frei-komisch nach Shakespeare“ lautete die Devise im Innenhof der Burg Lüdinghausen, wo Lafrenz die Komödie „Was ihr wollt“ auf die Bühne brachte. Voll von den verzwickten Liebesbeziehungen des Originalstückes von 1602, aber verfeinert mit individuellen komödiantischen Einlagen, skurrilen Momenten und raffinierter Spieltechnik, die das Publikum immer wieder in Erstaunen versetzten.

Lafrenz überzeugte mit fließenden Wechseln zwischen den unterschiedlichsten Rollen und präsentierte flüssige Dialoge – auch ganz ohne ein schauspielerisches Gegenüber.

Bernd Lafrenz spielt 18 Rollen im Alleingang

Den letzten Baustein der kurzweiligen Aufführung bildete der sorgfältig durchdachte Einsatz von Requisiten und Bühnenbildern. Mit wenigen Gegenständen und Kleidungsstücken stellte der Schauspieler vom sinkenden Schiff bis zur herrschaftlichen Burg die verschiedensten Situationen dar. So fungierten zwei geflochtene Körbe im einen Moment als Rettungsboote in stürmischer See, nur um wenige Sekunden später das Maul eines Hais darzustellen. Zusammengebundene Tücher symbolisierten auf simple Art die Silhouette einer Dame und skurrile Überraschungen wie der kreative Einsatz eines BHs als Kopfbedeckung sorgten für jede Menge Gelächter. Dass es Lafrenz dabei gelungen war Shakespeares Charaktere verständlich abzubilden, bestätigte ihm das Publikum: Problemlos beantwortete es die Fragen des Schauspielers rund um die Verwandtschafts- und Liebesbeziehungen innerhalb des Stückes.

Kreativ war der Einsatz eines BHs als Kopfbedeckung. Foto: Arno Wolf Fischer

„Traumwetter, Traumkulisse und ein traumhafter Abend“, hatte Bernd Lafrenz das Publikum begrüßt und der anhaltende Applaus nach vollendeter Aufführung machte klar: Für die Zuhörer hatte Lafrenz das Angekündigte eingehalten.

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