Büste von Josef Holtermann enthüllt

Freundlicher und herzlicher Mensch

Lüdinghausen

Unter großer Beteiligung der Lüdinghauser Bürger wurde am Samstag die Büste des vor drei Jahren verstorbenen ehemaligen Bürgermeisters Josef Holtermann enthüllt. Die von Annette Wittkamp-Fröhling geschaffene Kunstwerk zeigt Holtermann in jüngeren Jahren als einen freundlichen und herzlichen Menschen.

Michael Beer

Josef Kersting v.l.) moderierte die Feierstunde zur Enthüllung der Holtermann-Büste, die vor der Stadtbücherei aufgestellt wurde. Bürgermeister Richard Borgmann fand die passenden Worte für das Wirken seines Amtsvorgängers. Das Konterfei des ehemaligen Stadtoberhauptes hat die Künstlerin Annette Wittkamp-Fröhling geschaffen. Foto: Michael Beer

Josef Holtermann, vor drei Jahren verstorbener Ehrenbürger und langjähriger Bürgermeister der Stadt, ist im Beisein zahlreicher Weggefährten aus Politik, Vereinsleben, Handwerk, Freunden, Familie und Bürgern ein Denkmal vor der Stadtbücherei St. Felizitas an der Steverstraße gesetzt worden. Hatten bereits im vergangenen Jahr Rat und Verwaltung ihn mit der Eröffnung der Josef-Holtermann-Stiege in Seppenrade geehrt, waren es am Samstag der Stammtisch „Gesellschaft Reichstag Lüdinghausen“ und der Lions Club, denen er als Mitglied angehörte.

Bürgermeister Richard Borgmann

Josef Kersting, Moderator der kleinen Feierstunde, zeigte sich überwältigt von der großen Zahl an Menschen, die der kleinen Feierstunde beiwohnten, die musikalisch vom Spielmannszug „Klingendes Spiel“ gestaltet wurde. In seinem Grußwort ging Kersting auf die Idee aus dem Stammtisch „Gesellschaft Reichstag Lüdinghausen“ ein, das Lebenswerk Holtermanns mit einer Büste zu würdigen. Diese Idee wurde vom Lions Club aufgegriffen und dann mit Gremien der Stadt umgesetzt, nachdem auch die Familie Holtermann der Verwirklichung sofort zugestimmt hatte.

Bürgermeister Richard Borgmann nannte Holtermann in seiner Festrede einen väterlichen Freund, dessen Lächeln in Erinnerung geblieben sei. „So manches Mal habe ich das Gefühl, dass er neben mir steht und wir einen Dialog über die beste Politik für unsere Stadt und Bürger führen. Wir waren gewohnt, ihn bis ins hohe Alter zu wesentlichen Fragen zu hören. Seine Art zu denken und zu sprechen sind uns in den Jahrzehnten seines Wirkens so vertraut geworden. Wir alle haben Bilder von ihm im Kopf. Als Mitbegründer der Städtepartnerschaften mit Neisse und Taverny, als Mitinitiator ,Unser Rosendorf Seppenrade soll noch schöner werden‘, neben unserem damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, am Rednerpult im Kapitelsaal, oder privat in seiner Backstube. In ihm fand man stets einen Verfechter des Redens miteinander, und nicht des Redens übereinander, wie es heutzutage in den sozialen Medien gang und gäbe ist“, sagte Borgmann. Er dankte der Familie Holtermann dafür, dass sie den Mann, Vater, Schwiegervater oder Großvater so lange für sein Wirken für die Allgemeinheit zur Verfügung gestellt habe.

Josef Holtermann jun.

Dann enthüllten Borgmann, die Künstlerin Annette Wittkamp-Fröhling, die anschließend noch ein paar Erläuterungen zu ihrer Arbeit gab, und Steinmetz Jan Sichert die Büste, die Holtermann in jüngeren Jahren als freundlichen und herzlichen Menschen zeigt.

„Vaters Wirken war von Gottvertrauen geprägt“, sagte Sohn Josef Holtermann jun. „Papa hätte nicht damit gerechnet, als Büste vor dem Rathaus zu stehen. Dieser Tag macht uns bewusst, dass wir stolz auf Papa sein können“, sagte Tochter Lena, während Holtermanns Schwester, Doris Hartweg, betonte, dass ihr Bruder immer großen Wert auf die Familie gelegt habe.

Bei Würstchen vom Grill, kalten Getränken und Musik vom „Klingenden Spiel“ wurden noch viele Gespräche unter den Gästen geführt, in denen Josef Holtermann und sein Wirken im Mittelpunkt standen.

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