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Fünf gerissene Tiere deuten auf einen Wolf hin

Gehen die Schafe auf das Konto von Isegrim?

Seppenrade

War es ein Wolf – oder nicht? Das ist die Frage, die seit Dienstagmorgen einen Seppenrader plagt. Fünf seiner Schafe hat er in einer Wiese in Ondrup tot aufgefunden. Offenbar von einem anderen Tier gerissen. Nun untersuchen Experten, ob die toten Böcke tatsächlich auf das Konto von Isegrim gehen.

-mib-

Ein Wolf wie dieser Foto: dpa

Ein Bild des Grauens bot sich einem Tierhalter aus Seppenrade, als er am Dienstagmorgen zu einer der Wiesen in der Dorfbauerschaft kam, auf denen er seine Schafe hält. Fünf gerissene Böcke fand er dort vor. Ob es sich dabei um einen Wolfsriss handelt, müssen die Untersuchungen an den getöteten Schafen zeigen. Das könne einige Wochen dauern, sagt Klaus Dahms, Wolfsbeauftragter des Kreises Coesfeld, auf WN-Nachfrage: „Es werden immer der Reihe nach die gerissenen Tiere untersucht. Wenn das Ergebnis vorliegt, wird der Tierhalter darüber informiert.“ Eine erste Beprobung habe er selbst bei den jetzt getöteten Schafen vorgenommen.

Klaus Dahms

Er könne die Ängste und Bedenken der Tierhalter und Bürger verstehen, ergänzt Dahms: „Für die Landwirte gibt es bei der Landwirtschaftskammer in Coesfeld Mitarbeiter für den Wolfsschutz, die bei der Prävention helfen. Diese schauen sich die Örtlichkeiten an, wie zum Beispiel die Zäune. Sie bieten Hilfe und Beratung an, auch für Fördergelder.“

Bei einem Verdachtsfall sei auch stets der Kreis Coesfeld gefragt: „Dann fahre ich raus und entnehme Kot- oder Haarproben“, informiert der Experte. „Die Prüfung und Bewertung leite ich an das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW, kurz LANUV, in Recklinghausen weiter.“ Auf der Internetseite des Landesamtes seien viele Informationen rund um den Umgang mit dem Wolf zu finden, verrät er. Beim aktuellen Fall spreche einiges dafür, aber auch einiges dagegen, dass es ein Wolf war: „Um Seppenrade turnt ein Wolf herum. Auf einer Wildkamera wurde rund drei Kilometer von der Stelle in Ondrup entfernt bereits einer gesichtet. Das ist aber noch keine Vorverurteilung“, betont Dahms.

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