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Erste Ukrainer privat gut untergebracht

Gezielte Hilfe ist das Wichtigste

Lüdinghausen

„Die Hilfsbereitschaft der Bürger ist wirklich außerordentlich“, sagt Bürgermeister Ansgar Mertens angesichts der vielen Angebote der Bürger, die ihm täglich gemeldete werden. In diesem Zusammenhang möchte die Stadt auch noch einmal aufklären, wie sich Bürger, die sich für die Vertriebenen engagieren möchten, am besten einbringen können.

-acf-

Theresa Südfeld, Stabsstelle Verwaltungsleitung, Bürgermeister Ansgar Mertens und Pressesprecherin Anja Kleykamp (v.l.) informieren über die Unterbringung der Vertriebenen in der Steverstadt. Foto: acf

„67 Bürger sind bisher dem Aufruf der Stadt gefolgt und haben sich bereiterklärt, Vertriebene aus der Ukraine aufzunehmen“, informiert Bürgermeister Ansgar Mertens in einem WN-Pressegespräch. Bisher sind rund 30 Ukrainer mit privat organisierten Transporten in die Steverstadt gebracht worden, 50 weitere folgen bis zum Ende der Woche. Es handelt sich dabei weitestgehend um Frauen mit Kindern.

Bisher sei die Stadt gut aufgestellt, um die Unterbringung zu koordinieren, so Mertens. Sie habe dafür extra ein Team mit mehreren Mitarbeitern abgestellt, das sich um die Ankommenden kümmere. Von medizinischer Betreuung bis hin zu Asylbewerberleistungen reiche das Aufgabenfeld. Zudem seien die Menschen durch ihr Erlebtes traumatisiert und es gelte, Sprachbarrieren mit Dolmetschern zu überbrücken. Die Menschen seien unendlich dankbar für die Hilfe, die ihnen entgegengebracht werde.

Die Verwaltung hält ferner auch Unterbringungsmöglichkeiten in städtischen Asylunterkünfte vor. Doch der Steverstadt werden zudem immer noch Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan zugewiesen, sodass es einen erhöhten Bedarf an Unterbringungsmöglichkeiten gibt. „Oft müssen die Unterkünfte für den Bedarf von Frauen mit keinen Kindern erst etwas angepasst werden“, beschreibt Mertens die jetzige Situation. Anders als 2015 würden die Menschen nun nicht erst in den Landeseinrichtungen untergebracht und anschließend den Städten zugewiesen. Dadurch stehen die Kommunen jetzt vor einer Situation, die sich viel schlechter vorhersehen lässt. Bei der Bürgermeisterkonferenz haben sich die Oberhäupter der Städte nun darauf verständigt, eine zentrale Ankunftseinrichtung für die Vertrieben im Kreis einzurichten. Von dort sollen die Menschen dann weiter verteilt werden.

„Die Hilfsbereitschaft der Bürger ist wirklich außerordentlich“, sagt Mertens angesichts der vielen Angebote der Bürger, die ihm täglich gemeldete werden. In diesem Zusammenhang möchte die Stadt auch noch einmal aufklären, wie sich Bürger, die sich für die Vertriebenen engagieren möchten, am besten einbringen können.

Da die Situation sich momentan von Tag zu Tag stark ändere, müsse die Hilfe gut kanalisiert sein, so Mertens. Die beste Form sei die Unterstützung der Hilfsorganisationen mit Geldspenden, die vor Ort bereits Hilfe leisteten und wüssten, welche Dinge benötigt werden. „Von privat organisierten Fahrten an die ukrainische Grenze raten wir aus Sicherheitsgründen ab“, macht Mertens deutlich und fügt hinzu: „Ich verstehe gut, dass die Menschen helfen wollen, aber es sei wichtig, Hilfsorganisationen den Vortritt zu lassen, weil diese die Hilfsgüter in der Ukraine besser verteilen können“, so Mertens.

Wer sich in Lüdinghausen vor Ort engagieren will, der könne gerne seine russischen oder ukrainischen Sprachkenntnisse einbringen, denn auf diese muss die Stadt bei der Verständigung mit den Geflüchteten stets zurückgreifen. Darüber hinaus könne man freien Wohnraum zur Verfügung stellen, in dem die vor dem Krieg Geflohenen temporär unterkommen können. „Wir suchen weiterhin nach einzelnen Zimmern, Wohnungen und Unterkünften in Hotels“, erklärt Pressesprecherin Anja Kleykamp und ergänzt: „Die Verwaltung sammelt die Angebote und kontaktiert die Bürger dann bei Bedarf.“

Bürger können unter

 0 25 91/92 69 26 oder  per Mail an ukraine@stadt-luedinghausne.de weiterhin freien Wohnraum melden.

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