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Seelsorgeteam St. Felizitas in Lüdinghausen bezieht Stellung

„Gott liebt jeden Menschen“

Lüdinghausen

Das Seelsorgeteam der Kirchengemeinde St. Felizitas bezieht Stellung zu den Äußerungen des Vatikan zur Segnung homosexueller Paare. In den beiden Kirchen St. Felizitas und St. Dionysius werde auch weiterhin homosexuellen Paaren der Segen nicht verweigert.

wn

Das Seelsorgeteam der Kirchengemeinde St. Felizitas wird auch weiterhin homosexuelle Paare segnen. Foto: Matthias Ahlke

„Du bist mein geliebtes Kind, an dir habe ich Gefallen!“ (Mk 1,11; Mt 3,17; Lk 3,22). Diese Worte spricht eine „Stimme aus dem Himmel“ während der Taufe Jesu im Jordan. Jede Frau, jeder Mann, jedes Kind dürfe sich durch diese Worte Gottes angesprochen fühlen, heißt es in einer Pressemitteilung des Seelsorgeteams der Kirchengemeinde St. Felizitas. Damit reagiert das Team auf die Äußerungen aus dem Vatikan in Rom, homosexuelle Paare könnten und dürften nicht gesegnet werden.

„Es ist für uns Seelsorgerinnen und Seelsorger gängige Praxis, in Segnungsgottesdiensten und auf Wunsch einzelne Menschen und Paare zu segnen. Selbstverständlich sind auch homosexuelle Paare dabei, die wir segnen und uns niemals anmaßen würden, ihnen den Segen zu verweigern“, heißt es weiter. Zudem sollen in den nächsten Tagen auch an der St.-Felizitas- und St.-Dionysius-Kirche Regenbogen-Fahnen aufgehängt werden.

Auch homosexuelle Paare werden gesegnet

„Gott schaut jeden von uns liebevoll an. Somit gilt auch sein Segen jedem Menschen: unabhängig von seiner Herkunft, seines Aussehens, seiner sexuellen Neigung. Gott liebt jeden Menschen – bedingungslos“, wird das Seelsorgeteam in dem Pressetext zitiert. Genau diese Zusage machten die Seelsorgerinnen und Seelsorger den Menschen, die um einen Segen bitten. Dies geschehe in Einzelgesprächen und in Segnungsgottesdiensten.

Und: „ Im festen Vertrauen darauf, dass der Segen Gottes für alle Menschen gilt, werden wir – wie bisher – alle Menschen segnen, die uns ehrlich und im Vertrauen auf Gott darum bitten.“ An der Segnungspraxis werde sich auch künftig nichts ändern, denn „wir sehen nach wie vor in jedem Menschen ein von Gott geliebtes Individuum“.

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