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„Büro des Ehrenamtes“ soll als zentrale Schaltstelle dienen

Hier ist die Hilfe zu Hause

Lüdinghausen

Das, was sie alle eint, ist der Wunsch zu helfen. Unbürokratisch, unmittelbar und ohne großes Tamtam.

Beate Nießen

Komplett eingerichtet mit Computer und Telefonanschluss –  so präsentierten die Verantwortlichen von Stadtverwaltung, Seniorenbeirat, Verein „Bürger für Bürger“, Bürgerstiftung, Bürgerbus und Antoniushaus das neue „Büro des Ehrenamtes“. Foto: ben

Ehrenamtliches Engagement wird in der Steverstadt schon lange groß geschrieben. Ob beim Bürgerbus, der Tafel, dem Hospizdienst, dem Arbeitskreis Asyl, dem Begleitdienst im Krankenhaus oder beim Vorlese-Angebot in den Kindergärten – die Liste ließe sich beinahe endlos fortführen. Da wurde es Zeit, dass das Ehrenamt endlich auch ein eigenes Zuhause bekommt. Mit dem neuen „Büro des Ehrenamtes“ im Rathausgebäude ist dies nun geschehen.

„Ich sage es ganz offen: Vieles in Lüdinghausen würde ohne das Ehrenamt nicht funktionieren, vieles wäre gar nicht finanzierbar“, betonte Bürgermeister Richard Borgmann bei der offiziellen Eröffnung des Büros am Dienstagvormittag, „wir sind ihnen allen sehr dankbar für ihr großes Engagement!“

Sie alle, das waren Vertreter von Bürgerstiftung, Seniorenbeirat, Bürgerbus, dem Verein „Bürger für Bürger“ und dem St.-Antoniushaus, die zur Eröffnung gekommen waren. Sie alle sitzen beim neuen „Büro des Ehrenamtes“ bereits mit im Boot, oder besser gesagt am Schreibtisch. Und das ganz wörtlich. Bestreiten sie doch gemeinsam mit Anke Casimir von der Stadtverwaltung die Öffnungszeiten (siehe Info-Kasten) der neuen Anlaufstelle für alle, die Hilfe suchen oder Hilfe leisten wollen.

„Unsre Aufgabe wird es sein, genau diese beiden Seiten zusammenzubringen“, erläuterte Gerda Danz vom Seniorenbeirat. Es gebe in Lüdinghausen und Seppenrade viele Menschen, die gerne ihre Zeit und Tatkraft für einen guten Zweck einsetzen wollten, aber nicht wüssten wo und wie. „Und genau da kommt das Ehrenamtsbüro ins Spiel, hier sollen künftig die unterschiedlichen Angebote und Nachfragen gebündelt und koordiniert werden“, so Danz.

Dass die Felder für ehrenamtliches Engagement eher größer als kleiner werden, darauf verwies der Vorsitzende des Vereins „Bürger für Bürger“, Arthur Friedenstab: „Die Gesellschaft wird immer älter, die Zahl hilfsbedürftiger Menschen wächst.“ Zugleich hätten durch die zunehmende berufliche Belastung jüngere Menschen kaum noch Zeit für ehrenamtliches Engagement.

Zum Abschluss formulierten alle Anwesenden den gemeinsamen Wunsch, dass sich in Zukunft noch mehr Vereine und Einrichtungen am „Büro des Ehrenamtes“ beteiligen.

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