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Digitale Versammlung des Spielmannszugs „Klingendes Spiel“

Hoffnung gibt den Ton an

Seppenrade

Zum ersten Mal in der 69-jährigen hat der Spielmannszug „Klingendes Spiel“ eine Mitgliederversammlung mit Vorstandswahl digital durchgeführt. Der Rückblick auf 2020 und 2021 offenbarte, welche Folgen Corona für den Verein hatte und wie die Hürden gemeistert wurden.

Von Michael Beer

Der Geschäftsführende Vorstand des Spielmannszuges „Klingendes Spiel“ traf sich in einem privaten Schulungsraum und war dort mit modernster Technik ausgestatteGründungsmitglied Walter Niehues (2.v.r.) verfolgte zusammen mit seinem Schwiegersohn Herbert Niehues (r.), der Enkelin Franziska (l.) und Katja Becker zuhause die digitale Versammlung. Foto: Michael Beer

Walter Niehues, eines von vier noch lebenden Gründungsmitglieder des 1953 gegründeten Spielmannszuges „Klingendes Spiel“ und viele Jahre Tambourmajor des Musikzuges, hat in seinem langen Musikerleben viel erlebt. Doch diese Art der Mitgliederversammlung war auch für ihn am Samstag Neuland.

Da im vergangenen Jahr die Versammlung Corona zum Opfer fiel, hatte der Vorstand beschlossen, diese im neuen Jahr digital für 2020 und 2021 durchzuführen. Der Geschäftsführende Vorstand traf sich in einem privaten Schulungsraum und war dort mit modernster Technik ausgestattet.

Vorstandswahl digital und geheim

Jedes Mitglied hatte im Vorfeld per Mail einen Code erhalten, über den er sich anmelden und auch wählen konnte. „Wir können sehen, wer gewählt hat, aber nicht wen“, betonte der Vorsitzende, Benedikt Lütke Volksbeck in seiner Begrüßung, in der er allen für ihren Einsatz in der Zeit der Pandemie dankte.

Während 2020 fast alle Aktivitäten gestrichen werden mussten, konnte Geschäftsführer Martin Hülk für das vergangene Jahr über einige Veranstaltungen berichten, so über die erste Gesamtprobe nach dem Lockdown, den gemeinsamen Spielenachmittag mit der Jugend, den Ausmarsch der Schützen in Ermen, den Tag der Spielleute, den St. Martinzug und den Volkstrauertag. „Hoffentlich ist Corona bald Geschichte“, sprach Hülk allen aus der Seele.

Unter den Folgen der Corona-Pandemie hat auch die Arbeit mit dem Nachwuchs stark gelitten, wie die musikalische Leiterin, Mareike Voges die Mitglieder informierte. „Digital mit Instrumenten zu üben, ist wenig produktiv“, so Voges, die noch das geplante Konzept der Ausbilder vorstellte.

Marius Hülk als Sprecher der Jugendvertretung hofft, dass nach vielen Absagen in den beiden vergangenen Jahren, im Februar eine Fahrt zur Trampolinhalle nach Münster möglich sein wird.

Erträgliche Kassenbilanz trotz Pandemie

Zwar hat der Seppenrader Musikzug in das Vereinsheim investiert und konnte zwei Jahre keine Einnahmen aus dem Weihnachtstanz und Spielverpflichtungen verbuchen, trotzdem fiel die Kassenbilanz laut Kassierer Franz-Josef Tintrup durchaus ertragbar aus, weil ganz bewusst gehandelt wurde.

Der alte Vorstand wurde mit großer Mehrheit im Amt bestätigt: Benedikt Lütke Volksbeck als Vorsitzender, Daniel Geismann als Stellvertreter, Martin Hülk als Geschäftsführer, Ann-Kathrin Haverkamp als seine Stellvertreterin, sowie die Kassierer Franz-Josef Tintrup und Werner Niehues. Ergänzt wird das Vorstandsteam durch die Jugendsprecher Marius Hülk und Judith Kock, Mareike Hülk und Herbert Niehues als musikalische Leiterin und Tambourmajor, sowie Theresa Tüns und Wiebke Meiring als Beisitzerinnen. Nicole Hiller und Christoph Hartweg werden die Kasse prüfen. Mit Nele Breuer, Alina Dieterich, Josefine Hartweg und Maren Vormann wurden vier neue Spielleute bei den Senioren aufgenommen.

Die Mitgliedsbeiträge bleiben unverändert. In wieweit der Spielmannszug „Klingende Spiel“ Einladungen zu verschiedenen Schützenfesten oder Jubiläen befreundeter Musikzüge im neuen Jahr annehmen wird, hängt von der jeweiligen Coronalage ab. Zum Schluss der harmonischen Versammlung informierte der Vorsitzende über die geplanten Baumaßnahmen auf dem alten Reitplatz vor dem Vereinsheim. Er hofft, bald alle Spielleute in Präsenz wieder treffen zu können.

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