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Trägerverein des Biologischen Zentrums in Lüdinghausen

In schwierigem Fahrwasser

Lüdinghausen

Die Corona-Pandemie hat dem Biologischen Zentrum in Lüdinghausen finanziell arg zugesetzt. Das sprach der Vorsitzende des Trägervereins, Dr. Rolf Brocksieper, auf der Jahresversammlung offen an.

Peter Werth

Trägerverein Biologisches Zentrum: Verabschiedung Werner Wesseling (l.) mit Dr. Rolf Brocksieper Foto: Peter Werth

Leicht haben die Verantwortlichen des Biologischen Zentrums es derzeit nicht. So wurde im Corona-Jahr 2020 nicht nur die Bilanz verhagelt, für das laufenden Jahr sieht es nicht besser aus. Das erläuterte Der Vorsitzende des Trägervereins, Dr. Rolf Brocksieper, am Montagabend im Verlauf der Mitgliederversammlung, zu der sich die Teilnehmer teils digital und in kleinerer Runde im Kapitelsaal der Burg Lüdinghausen trafen.

„Das Defizit der vergangenen zwölf Monate beläuft sich auf rund 35 000 Euro“, sagte Brocksieper. Mit einem Verlust in gleicher Höhe rechne man auch im laufenden Jahr – all das ein Resultat vieler ausgefallener Kurse und Veranstaltungen. Um das Minus in der Kasse zu minimieren hätten Stadt Lüdinghausen und Kreis Coesfeld eine Finanzspritze von jeweils 10 000 Euro zugesagt, berichtete Brocksieper. Zugleich richtete er einen eindringlichen Appell an die Mitglieder des Vereins, zu denen neben verschiedenen Kommunen auch Betriebe und Einzelpersonen zählen: „Bleiben Sie dem Biologischen Zentrum treu. Jede Hilfe ist willkommen.“

­Brocksieper wie auch seine beiden Stellvertreter Ludger Bunse und Josef Klaas wurden von der Versammlung einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Calle Husken wurde als neuer Schatzmeister bestimmt, er tritt die Nachfolge von Werner Wesseling an, der nach 31 Jahren nicht erneut zur Wahl antrat. Als ein „Urgestein des Biologischen Zentrums“ beschrieb der Trägervereinsvorsitzende ihn in seiner Verabschiedung. „Unsere Zusammenarbeit war völlig unkompliziert“, erklärte er. Und das sei angesichts der Tatsache, dass die Sichtweisen eines Bankers und eines Biologen nicht zwangsläufig gleich seien. Er werde jedenfalls den regelmäßigen Austausch bei einer Tasse Kaffee vermissen. Die, versprach der Ex-Schatzmeister, werde er sich aber gerne weiter im Hause Brocksieper abholen. Schließlich habe er da ja schon seine eigene Tasse.

Borgmann und Wesseling verabschiedet

Verabschiedet wurde zudem Lüdinghausens ehemaliger Bürgermeister Richard Borgmann, der dem Trägerverein seit dessen Gründung 24 Jahre die Treue gehalten habe, so Brocksieper. „In dieser Zeit haben Sie nur einmal auf einer Jahresversammlung gefehlt“, unterstrich der Vorsitzende das Engagement Borgmanns für das Biologische Zentrum. Borgmann wie auch Wesseling wurden zudem mit Präsenten des Bio-Zentrums wie von Bürgermeister Ansgar Mertens bedacht.

Dr. Irmtraud Papke, die Leiterin des Bio-Zentrums, umriss die Pläne für das laufende Jahr. Dabei werde wieder – Corona geschuldet – ein starkes Augenmerk auf digitale Angebote gelegt.

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