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Stadtgeburtstag wird am Sonntag gefeiert

Informatives rund um die Wiedertäufer

Lüdinghausen

Nach zwei Jahren Corona-Pause lädt der Heimatverein Lüdinghausen wieder zur Feier des Stadtgeburtstages. Ab 11 Uhr am Sonntag (11. Dezember) sind interessierte Bürger in den Kapitelsaal der Burg Lüdinghausen eingeladen.

Anna Voigt und Erich Kaltermann unterhalten die Besucher des Stadtgeburtstages am Sonntag im Kapitelsaal der Burg Lüdinghausen mit ihren Liedern. Foto: Liane Schmitz

Stadt und Heimatverein Lüdinghausen laden alle interessierten Bürger zur Feier des Stadtgeburtstages ein, der nach zwei coronabedingten Ausfällen endlich wieder am Sonntag (11. Dezember) um 11 Uhr gefeiert werden kann. So werden in diesem Jahr vom Heimatvereinsvorsitzenden Alfred Focke gleich drei Preisträger, die sich um die positive Gestaltung des Stadtbildes verdient gemacht haben, mit der „Goldenen Glocke“ ausgezeichnet, heißt es in einer Pressemitteilung des Heimatvereins.

Doch bevor das Geheimnis um die prämierten Projekte gelüftet wird, steht nach dem Grußwort von Bürgermeister Ansgar Mertens die Geschichte der Wiedertäufer im Mittelpunkt des historischen Beitrages. Viele Lüdinghauser haben vermutlich schon die Inschrift auf einer der dicken Säulen in der Lüdinghauser Felizitaskirche gelesen, die die Unterbrechung des Turmbaus wegen der Wiedertäufer (Doper) bezeugt. In Münster kennt jeder die Käfige (Körbe) des Lambertiturms.

„Goldene Glocke“ im Dreierpack

Aber warum hat man die Täuferführer 1536 hingerichtet und ihre Leichen in den Körben zur Schau gestellt? Welche Verbrechen hatten die Täufer in Münster begangen? Als sie 1534/35 in Münster belagert und besiegt wurden, war das ganze Münsterland mit betroffen. Unterstützer und Gegner kamen aus vielen Regionen und Städten, auch aus Lüdinghausen.

Die Geschichte der Wiedertäufer wird der Historiker und Archivar Dr. Ralf Klötzer skizzieren. Seine Doktorarbeit „Die Täuferherrschaft in Münster. Stadtreformation und Welterneuerung“ erschien 1992 und immer noch hat er die Geschichte der frühen Neuzeit im Fokus seiner Forschungen. Angesichts der vernichtenden Urteile der damaligen Zeitgenossen, die die Täufer als Bedrohung der Gesellschaftsordnung empfanden, fragt Klötzer auch danach, wie wir heute die Wiedertäufer einordnen können.

Musikalisch an das Thema anknüpfen werden Anna Vo­­igt und Erich Kaltermann mit von Gitarren begleiteten Liedern. Die beiden durch ihre örtlichen und überörtlichen Auftritte und durch Funk und Fernsehen bekannten Musiker werden aber darüber hinaus auch eigene Texte und Melodien vortragen.

Die Veranstaltung mit Lüdinghauser Geschichte und Geschichten, Gesprächen und eindrucksvollen Liedern bei einem Glas Wein steht allen Interessierten offen. Der Eintritt ist frei.

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