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Menachem Har-Zahav spielt im Kapitelsaal

Klänge von Haydn bis Chopin begeistern

Lüdinghausen

Längst ist Menachem Har-Zahav kein Unbekannter mehr für die Klassikfreunde in Lüdinghausen. Einmal mehr begeisterte er jetzt im Kapitelsaal der Burg Lüdinghausen.

-awf-

Menachem Har-Zahav gastierte einmal mehr im Kapitelsaal der Burg Lüdinghausen und begeisterte sein Publikum. Foto: Arno Wolf Fischer

Zwei Jahre sind vergangen, seit Pianist Menachem Har-Zahav zuletzt in Lüdinghausen gespielt hat. Coronakonform, aber mit gewohnt meisterhafter Instrumentenhandhabung ging es am Freitagabend im Kapitelsaal weiter. Auf dem Programm stand eine Reise durch die Geschichte der klassischen Musik von Joseph Haydn bis Claude Debussy. Gefühlvoll steigerte sich Har-Zahav, bevor er das für ihn gewohnte, doch für die Zuhörer beinahe wahnwitzig wirkende Spieltempo erreichte.

Los ging es mit dem italienischen Komponisten Domenico Scarlatti, dessen Sonate in f-moll das Konzert einleitete. Fröhlicher und in A-Dur schloss sich eine zweite Sonate des Italieners an, bevor Har-Zahav sich dem Werk Haydns zuwandte. Highlight des ersten Teils war schließlich die Children’s Corner Suite von Claude Debussy. Genauer: die „Petite Suite pour Piano seul“ in sechs Teilen. Heldenhaft kam der letzte Titel des ersten Konzertteils daher. „Héroique“ heißt Frédéric Chopin’s Polonaise, mit der der Pianist sich einen anhaltenden Applaus seines Publikums verdiente.

Klassik für Jugendliche attraktiv machen

Der zweite Konzertteil stand ganz im Zeichen von Johannes Brahms, dessen Sonate Nr.1 in C-Dur das Finale des Abends bildete. Der nicht endende Applaus war schließlich das universale Zeichen für den Wunsch des Publikums: Zugabe. Noch ein letztes Mal stellte Har-Zahav dann temperamentvoll unter Beweis, was ihn zu einem international gefeierten Meisterpianisten macht.

Die jungen Gesichter im Saal erfreuten den Künstler in besonderer Weise, denn schon lange liegt Har-Zahav viel daran, klassische Musik auch für jüngere Hörer attraktiv zu machen. So zahlten Kinder und Jugendliche nur einen Euro Eintritt. Eine Gelegenheit, von der in dem vollen Saal viele Besucher Gebrauch gemacht hatten. Dass dieser Besuch von Har-Zahav in der Steverstadt wohl nicht der letzte bleiben wird, wurde schließlich angesichts der positiven Publikumsreaktion am Freitag offensichtlich.

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