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Versammlung der Deutsch-Polnischen Gesellschaft

Kocar bleibt weiterhin an der Spitze

Lüdinghausen

Bei der Jahreshauptversammlung der Deutsch-Polnischen Gesellschaft gab der Vorsitzende Karl-Heinz Kocar einen Ausblick auf die geplanten Veranstaltungen in diesem Jahr. Dazu gehört unter anderem ein Projekt der „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, das 24 Jugendliche aus Taverny, Nysa und Lüdinghausen im Biologischen Zentrum zusammenführen soll.

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Vorstandswahlen standen bei der Deutsch-Polnischen Gesellschaft bei der Jahreshauptversammlung auf der Tagesordnung. Foto: Oliver Paus

Karl-Heinz Kocar bleibt Vorsitzender der Deutsch-Polnischen Gesellschaft. Bei der Jahreshauptversammlung gaben ihm die Mitglieder erneut das Vertrauen. Anita Lisowska bleibt seine Stellvertreterin. Als Nachfolgerin des verstorbenen Achim Witt wurde Rose Tönsgerlemann als Schatzmeisterin gewählt, heißt es in einer Pressemitteilung der Gesellschaft. Bruno Bierschenk übernimmt die Schriftführung, Ursula Hölper bleibt Vorstandsmitglied und ist vor allem für Kontakte zwischen den Pfarrgemeinden zuständig. Zu Beisitzern wurden gewählt: Edith Witt (neu), Lothar Kostrzewa-Kock und Günther Grothe.

Polnischer Abend

Kocar hielt einen Rückblick auf die Veranstaltungen, die im vergangenen Jahr stattgefunden haben. Ein Höhepunkt sei eine Lesung aus dem autobiografischen Roman „Eine (jüdische) Kindheit in Warschau“ von I.B. Singer in Verbindung mit Musik des Modern-Klezmer-Duos Doyna gewesen. Daneben habe es einen geselligen „Polnischen Abend“ im Struckheim und zwei Online-Konferenzen mit dem DPG-Bundesvorsitzenden Dietmar Nietan (MdB) sowie den Osteuropaexperten Markus Kroska und Pawel Zajas gegeben.

Kocar erinnerte an die Feierstunde zum 20-jährigen Bestehen des „Regionalen Weimarer Dreiecks“, bei der im August mit Lothar Kostrzewa-Kock und Karl-Heinz Kocar auch zwei Lüdinghauser im Düsseldorfer Landtag vertreten waren.

Städtepartnerschaft

Nach der Wochenend-Visite mit Bürgermeister Ansgar Mertens in Nysa (WN berichteten) begleitete Karl-Heinz Kocar eine Gruppe von Landwirten aus Senden und Lüdinghausen auf bäuerliche Betriebe im Oppelner Land und verabredeten in Nysa zwei Vorhaben für 2023, in dem das 30-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft gefeiert werden soll. Dazu gehören eine Werkausstellung des Künstlers Alfred Gockel im Museum der Stadt sowie ein Auftritt des Jugendsinfonieorchesters des Musikschulkreises im Kulturhaus. Junge Musiker der Neisser Musikschule werden in diesem Jahr im Kapitelsaal der Burg Lüdinghausen auftreten.

Treffen der Sportler

Während der Versammlung gab es noch einen Ausblick auf künftige Vorhaben, wobei einem Projekt der „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, das im Juli 24 Jugendliche aus Taverny, Nysa und Lüdinghausen im Biologischen Zentrum zusammenführen soll und von den Jugendwerken stark bezuschusst wird, eine besondere Bedeutung zukommt.

Im Juni werden Sportler vom Lauftreff und Jugendliche des Canisianums ihre Partner in Neisse besuchen. Das 25-jährige Bestehen der Deutsch-Polnischen und der Deutsch-Französischen Gesellschaft könnte im Sommer bei einem gemeinsamen Grillfest gefeiert werden. Mit einer Lesung aus dem Tokarczuk-Roman „Ur und andere Zeiten“ beteiligt sich die Deutsch-Polnische Gesellschaft an den „Lüdinghauser Märchentagen“, in Zusammenarbeit mit dem „Literatur-Café“ Seppenrade.

Hilfe für Kriegsvertriebene

Raum nahm bei der Versammlung die von der Stadt und der Deutsch-Polnischen Gesellschaft organisierte Hilfe für Kriegsvertriebene Menschen aus der Ukraine ein, die seitens der Partnerstadt Nysa geleistet wird – entweder bei Unterbringung und Versorgung in der eigenen Stadt oder durch Hilfsgüterlieferungen in die westukrainischen Partnerstädte Kolomyja und Tarnopol.

Gerade noch haben Bürgermeister Ansgar Mertens, Beigeordneter Matthias Kortendieck und Karl-Heinz Kocar dafür in Nysa eine Spende von 20 000 Euro vom Sonderkonto an die „Freunde der Neisser Partnerstädte“ und deren Vorsitzende Regina Stajak sowie an Bürgermeister Kordian Kolbiarz überreichen können (WN berichteten).

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