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Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld prüfen den Müll

Kontrollen der Biotonne

Lüdinghausen

„Wird der gesammelte Bioabfall in Plastikbeuteln – auch wenn diese biologisch abbaubar sind – eingefüllt, wird die Tonne nicht geleert“, sagt Ursula Kleine Vorholt von den WBC. Mitarbeiter der Wirtschaftsbetriebe kontrollieren daher die Befüllung der Biotonnen in Lüdinghausen.

wn

Die korrekte Befüllung der Biotonnen wird am Mittwoch (24. März) kontrolliert. Foto: dpa Foto: Andrea Warnecke

Am Mittwoch (24. März) wird es ernst: In Lüdinghausen beginnen ab 6 Uhr morgens die ersten Kontrollen der Biotonnen. Bevor die Firma Remondis zum Leeren in die betroffenen Kontrollgebiete fährt, öffnen zwei Mitarbeiter der Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld (WBC) die Deckel der Behälter und werfen einen genaueren Blick auf das Innere, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Entspricht dieses nicht den Sortiervorschriften, dann werde ein roter Anhänger angebracht – und die Tonne nicht geleert. Anlass der Kontrollmaßnahmen ist, wie bereits wiederholt berichtet, der hohe Fehlwurfanteil in den gesammelten Bioabfällen. Projektleiterin Ursula Kleine Vorholt von den WBC weist darauf hin: „Wird der gesammelte Bioabfall in Plastikbeuteln – auch wenn diese biologisch abbaubar sind – eingefüllt, wird die Tonne nicht geleert.“ Das gilt auch für den Fall, wenn Lebensmittel mit ihrer Verpackung in die Tonne gegeben werden, zum Beispiel verschimmelte Apfelsinen im Netz, Obst im Glas oder Aufschnitt in der Plastikverpackung. Die Abfälle sind unverpackt in die Biotonne zu geben; die Verpackung ist je nach Zusammensetzung über die gelbe Tonne, einen Glascontainer oder die Restmülltonne (zum Beispiel leere kompostierbare Plastikbeutel) zu entsorgen. Auch wenn sich Restmüll jeder Art in der Biotonne befindet, bleibt das Gefäß ungeleert stehen.

Die Beanstandungen in den Behältern werden dokumentiert; das heißt, dass ein Foto gemacht und der Standort protokolliert wird. Diese Infos werden dann an die Stadtverwaltung weitergegeben.

Was kann ein Haushalt, dessen Biotonne einen roten Anhänger bekommen hat und daher nicht geleert wurde, tun? Wenn das Behältervolumen bis zur nächsten Abfuhr reicht, sollten die Fehlwürfe aussortiert und der Behälter in 14 Tagen wieder herausgestellt werden, heißt es weiter. Die WBC weist dabei darauf hin, dass Nachkontrollen erfolgen und nicht nachsortierte Gefäße dann abermals nicht geleert werden. Wenn die Zeit zu lang ist – insbesondere im Frühjahr und Herbst – gibt es zwei kostenpflichtige Alternativen: Entweder für die nachsortierte Biotonne eine kurzfristige Nachabfuhr für 40 Euro beantragen oder die fehlbefüllte Biotonne als Restmüll bei der nächsten Restmüllabfuhr für 60 Euro leeren zu lassen. „Wie das im Einzelnen geht, Ansprechpartner und Zahlungshinweise, steht auch auf den Tonnenanhängern“, erläutert Kleine Vorholt. Besser sei aber, es gar nicht so weit kommen zu lassen.

Über das, was in die Biotonne darf und was nicht, gibt es Infos im Abfallkalender und auf der Internetseite der Stadt.

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