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Abschlussprüfung der THW-Grundausbildung

Köpfchen und Geschick bewiesen

Lüdinghausen

Umfangreiche Kenntnisse in Theorie und Praxis mussten die 23 Prüflinge beweisen, die sich der Abschlussprüfung der THW-Grundausbildung stellten. Auch Aufgaben, die 2021 vom THW beim Einsatz an der Ahr zu leisten waren, mussten bewältigt werden.

Von Michael Beer

23 Prüflinge, unter ihnen sieben aus Lüdinghausen, haben die THW-Grundausbildung erfolgreich abgeschlossen. Foto: Michael Beer/THW

„Es ist kein Hexenwerk, das die Prüflinge hier erfüllen müssen“, sagt Gerd Müller, verantwortlich für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des THW-Ortsverbandes Lüdinghausen. Aus den Ortsverbänden Lüdinghausen, Warendorf, Greven und Oelde nahmen 23 Prüflinge, unter ihnen sieben aus Lüdinghausen, an der THW-Grundausbildung-Abschlussprüfung auf dem THW-Gelände an der Werner-von-Siemens-Straße am Samstag teil.

Nicht nur handwerkliches Geschick, auch Kopfarbeit wurde von den Anwärtern verlangt. Denn nach dem gemeinsamen Frühstück mussten zunächst 40 Fragen rund um das Technische Hilfswerk beantwortet werden. Dabei wurde nicht nur die Geschichte der Bundesanstalt, sondern das gesamte Spektrum der THW-Arbeit abgefragt. Auf dem Innenhof und in der großen Fahrzeughalle des THW-Ortsverbandes mussten dann an sieben Stationen eines Prüfungsparcours verschiedene praktische, sehr unterschiedlich gestellten Aufgaben von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern erfolgreich absolviert werden.

Aufgaben wie beim THW-Einsatz an der Ahr

Dabei ging es zum Beispiel um das Anheben von schweren Lasten mit Pneumatik oder dem Stemmeisen, das Erkennen, welches Gerät bei welcher Holzbearbeitung zu verwenden ist, das Schneiden und Bearbeiten von Stahl oder die Bearbeitung eines dicken Steines mit einem Boschhammer. Der Umgang mit Pumpen und das Befüllen und richtige Stapeln von Sandsäcken: Zwei der vielen Aufgaben, die das Lüdinghauser THW im Sommer vergangenen Jahres an der Ahr zu leisten hatte, waren ebenfalls Teil der Prüfung. Das Erstellen von Knoten, zum Beispiel für eine sichere Menschenrettung, das Verbinden von Ketten und eine Notbeleuchtung mithilfe eines Notstromaggregates zu erstellen, gehörten ebenfalls zum Programm. Wichtig bei der Bewältigung dieser Aufgaben ist der Eigenschutz. Die Prüfer achteten ganz penibel darauf, ob die Rettungsweste, ein Helm, die Schutzbrille, Handschuhe oder Ohrenstöpsel bei den verschiedenen Anforderungen getragen wurden.

Tatkräftige Helfer im Bevölkerungsschutz

„Wir freuen uns über 23 neue Helferinnen und Helfer, die zukünftig für Einsätze zur Verfügung stehen werden. Gratulation zur bestandenen Prüfung und herzlichen Dank für eure Bereitschaft, tatkräftig im Bevölkerungsschutz mit anzupacken“, sagte Tobias Rausch, THW-Sachbearbeiter Ausbildung von der Regionalstelle Münster, der die Urkunden zum vollwertigen THW-Helfer/Helferin überreichte.

„Wer Lust auf eine starke, ehrenamtliche Gemeinschaft und ein spannendes Hobby hat, im Notfall und bei Katastrophen nicht Zuhause rumsitzen, sondern mit uns helfen und anpacken will, ein Teamplayer zwischen 17 und 65 Jahren alt ist, ist gern bei uns im THW gesehen, egal ob Mann oder Frau“, warb Gerd Müller um weiteren Nachwuchs für den THW-Ortsverband. Treffen ist jeden Montag von 18.30 bis 22.00 Uhr an der Werner-von-Siemens-Straße 3 (Industriegebiet). Jugendliche sind mittwochs ab 18 Uhr dort willkommen.

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