Fläche Astrid-Lindgren-Schule

Kreis plant eine Wohnanlage

Lüdinghausen

Der Kreis Coesfeld möchte auf dem Gelände der bisherigen Astrid-Lindgren-Schule eine Wohnanlage bauen. Die Pläne dafür stellt Kreisdirektor Joachim L. Gilbeau am Dienstag (3. September) im Ausschuss für Straßen- und Hochbau vor.

Peter Werth

Der Kreis Coesfeld plant auf dem Gelände der Astrid-Lindgren-Schule eine Wohnbebauung. Foto: Peter Werth

Der „Bau einer Wohnanlage am Nottengartenweg“ steht auf der Tagesordnung der Sitzung des Ausschusses für Straßen- und Hochbau beim Kreis Coesfeld am Dienstag (3. September). Dabei handelt es sich um das Gelände der ehemaligen Astrid-Lindgren-Schule, die jetzt in Nottuln angesiedelt ist. Die Fläche befindet sich im Eigentum des Kreises Coesfeld. Über die konkreten Pläne will Kreisdirektor Joachim L. Gilbeau die Kommunalpolitiker erst in der Sitzung informieren.

Auf Nachfrage der WN erklärte Gilbeau lediglich: „Wir möchten das Mandat bekommen, über die Zukunft der Immobilie nachzudenken.“ Mehr wolle er der Sitzung allerdings nicht vorgreifen. Investor des Projektes soll, so die Informationen der WN, die Wohnbau Westmünsterland sein. Was deren Vorstandsvorsitzender Uwe Schramm auf Nachfrage unserer Zeitung allerdings dementierte.

Richard Borgmann

Sein Erstaunen über diese Entwicklung drückte Bürgermeister Richard Borgmann im WN-Gespräch aus. „Ich kann mich nur wundern über diese Planung“, erklärte er. Denn: Die Planungshoheit beim Wohnungsbau „liegt bei der Kommune“. Zudem sei der Kreis ja noch mitten in der Konzeption der Schulentwicklung in Sachen Förderschulen. Borgmann führte dazu weiter aus: „Das ist sehr, sehr unglücklich gelaufen. Es ist nicht in Ordnung, wie mit der Stadt Lüdinghausen umgegangen wird.“ Er verwies darauf, dass es im Frühjahr ein Telefonat mit dem Landrat gegeben habe, in dem dieser von einer Wohnbauentwicklung auf dieser Fläche gesprochen habe. Danach habe er nichts mehr zu dem Thema gehört.

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